Kifferrunden mit Minderjähriger: Urteil verraucht, Dealer frei

Dresden: Weil er in sogenannten Kifferrunden Drogen an eine Minderjährige abgab, kassierte Mohammad H. (25) am Landgericht 22 Monate Haft. Das zumindest hatte der in Damaskus geborene Palästinenser im Prozess gestanden. Die komplette Anklage war dagegen nicht nachweisbar.

Mohammad H. (25) handelte mit Drogen und landete vor Gericht. 
Mohammad H. (25) handelte mit Drogen und landete vor Gericht.   © Steffen Füssel

So konnten die Richter ihm nicht nachweisen, mehrfach per Flixbus für eine Bande Drogen aus Berlin geholt zu haben.

„Nachweisen konnten wir nur, dass der Angeklagte anderen Geld mitgab, um Drogen zu kaufen“, so die Richterin. "Das war aber keine Bande, sondern eine Einkaufsgemeinschaft."

Dennoch hantierte Mohammad H. mit insgesamt 600 Gramm Haschisch und Cannabis. Ein Viertel der Menge konsumierte er selber.

Den Rest vertickte er vor der Scheune in der Dresdner Neustadt. Und bei besagten „Kifferrunden“ konsumierte mindestens eine Minderjährige mit. 

Weil Mohammad H. schon lange in U-Haft saß, geständig und bisher nicht vorbestraft war, wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Flixbusse an einem Fernbus-Bahnhof. (Symbolbild).
Flixbusse an einem Fernbus-Bahnhof. (Symbolbild).  © Lukas Görlach/dpa

Titelfoto: Steffen Füssel

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