Lebensgefährtin erstochen: Betriebswirt muss hinter Gittern

Dresden - Weil er seine Lebensgefährtin Irina R. (†45) erstach, muss Robert W. (49) für drei Jahre und zehn Monate hinter Gitter.

Weil er seine Lebensgefährtin Irina R. († 45) erstach, muss Robert W. (49) für drei Jahre und zehn Monate hinter Gitter.
Weil er seine Lebensgefährtin Irina R. († 45) erstach, muss Robert W. (49) für drei Jahre und zehn Monate hinter Gitter.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

So lautete das Urteil des Landgerichts Dresden über den Betriebswirt. "Was letztlich einen als eher phlegmatisch beschriebenen Mann dazu brachte zuzustechen, bleibt unklar", so der Richter.

Irina und Robert waren seit 15 Jahren ein Paar, hatten einen gemeinsamen Sohn (11), lebten im Eigenheim. Doch die Idylle in Nickern trog. Schon lange lebten sie getrennt im gemeinsamen Haus. Er schlief im Arbeitszimmer, brachte seine Sachen zur Reinigung, der Kühlschrank war "aufgeteilt".

Im Frühjahr 2020 besserte sich die Beziehung wieder. Der Richter: "Und der Angeklagte machte sich vermutlich Hoffnung."

Doch an jenem März-Abend gab es wieder "völlig banalen" Streit. Auch über die Erziehung des Sohnes. Im Affekt griff Robert W., der über zwei Promille hatte, ein Messer (20 Zentimeter-Klinge) und stach Irina in den Bauch. Auch sieben Operationen konnten die Frau nicht retten. Sie starb zwölf Tage nach der Attacke.

Weil Robert W. nicht vorbestraft ist, geständig war, im Affekt handelte und keine Fluchtgefahr besteht, wurde er nach dem Urteilsspruch aus der U-Haft entlassen.

Robert W. (49) saß bis zum Ende des Prozesses in U-Haft. Gestern wurde er aus der Haft entlassen.
Robert W. (49) saß bis zum Ende des Prozesses in U-Haft. Gestern wurde er aus der Haft entlassen.  © Peter Schulze

Seine Strafe muss er später absitzen.

Titelfoto: Peter Schulze

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