Nach tödlichem Schuss in Freital: Staatsanwalt ermittelt wegen Totschlags!

Freital - Eine Woche nach dem tödlichen Spiel mit einer Waffe unter Zwillingsbrüdern in Freital bei Dresden sind die genauen Hintergründe und Umstände des Falles zwar weiter unklar, aber die Ermittlungen kommen langsam voran.

Eine Spezialeinheit der Polizei fand vergangene Woche in einer Wohnung in der Dresdner Straße in Freital einen 20-Jährigen mit einer Schussverletzung.
Eine Spezialeinheit der Polizei fand vergangene Woche in einer Wohnung in der Dresdner Straße in Freital einen 20-Jährigen mit einer Schussverletzung.  © xcitepress

"Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter wegen des Verdachts des Totschlags", sagte ein Sprecher am Dienstag auf Anfrage.

Es bestehe aber weiterhin kein dringender Tat-, sondern nur ein Anfangsverdacht. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei offen, ob es sich um einen Unfall, also fahrlässige Tötung, handelt. "Das wird noch geprüft."

Die jungen Männer hatten am 26. Januar in einer Wohnung mit der Waffe herumgespielt, deren Herkunft derzeit noch unklar ist.

Aus ihr hatte sich aus noch unbekannten Gründen ein Schuss gelöst, der einen der 20-jährigen Zwillingsbrüder traf. Er starb später im Krankenhaus, laut Obduktionsergebnis an der Schussverletzung.

Sein Bruder war zunächst in Polizeigewahrsam, ist aber tags darauf wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gegen den Vater der beiden wird wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. In dessen Wohnung waren unter anderen ein Luftdruckgewehr, mehrere Patronen sowie ein Schalldämpfer gefunden worden.

"Weitergehende Angaben sind derzeit nicht möglich", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Titelfoto: xcitepress

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