140 Mal am Nachbarsjungen vergangen? Polizei findet 1500 Kinderporno-Dateien

Pirna - Er galt als der nette Onkel von nebenan. Doch Raphael H. (32) muss sich am Landgericht Dresden vor der Jugendschutzkammer verantworten. Der Pirnaer soll sich 140-mal an einem Nachbarsjungen vergangen haben. Beim ersten Mal war das Opfer zehn Jahre!

Raphael H. (32) muss sich vor der Jugendschutzkammer verantworten.
Raphael H. (32) muss sich vor der Jugendschutzkammer verantworten.  © Peter Schulze

Einst besuchte der Junge regelmäßig seinen Vater in Pirna. 

Nachbar Raphael habe sich laut Anklage mit dem Kind angefreundet. Es gab gemeinsame Basteleien am Computer, ab und an kleine Geschenke.

Ab Sommer 2011 kam es demnach zu Übergriffen. Der Angeklagte befingerte sein Opfer, vollzog Oralverkehr, führte dem Kind gar Kerzen ein. 

Dabei missbrauchte Raphael H. sein Opfer zu Hause, in seinem damaligen Geschäft und an der Kiesgrube Leuben.

Manchmal bekam das Kind "Belohnungen" wie Speicherkarten. 

Laut Anklage hörten die Taten 2015 auf. 

Aber erst 2019 offenbarte sich der Junge seiner Mutter.

Täter hatte über 1500 Kinderporno-Dateien zu Hause

Prompt ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft, rückten Ende 2019 bei Raphael H. zur Hausdurchsuchung an.

Dabei wurden nicht nur Aufnahmen einiger Taten gefunden, sondern auch über 1500 Kinderporno-Dateien. Seither sitzt Raphael H. in U-Haft.

Ob sein Opfer bei Gericht aussagen muss, hängt nun davon ab, ob der Angeklagte sich zur Sache äußert.

Der Prozess wird fortgesetzt. 

Titelfoto: Peter Schulze

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