Polizei will Mann (60) verzweifelt zum Anhalten bringen, doch der ignoriert einfach alles

Löbau - In der Nacht zum Mittwoch sorgte das ungewöhnliche Fahrverhalten eines 60-Jährigen für einen aktiven Polizeieinsatz.

Der Mann (60) fiel den Beamten durch seine eingeschaltete Warnblinkanlage auf. Anhalten wollte er aber partout nicht. (Symbolbild)
Der Mann (60) fiel den Beamten durch seine eingeschaltete Warnblinkanlage auf. Anhalten wollte er aber partout nicht. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Mittwoch, Karnevalsbeginn, kurz nach Mitternacht: Ein älterer Herr (60) befand sich mit seinem Mercedes auf der S148, als er den Beamten auffiel.

Wie die Polizeidirektion Görlitz bekannt gab, waren die Einsatzkräfte zwischen Kottmarsdorf und Großschweidnitz unterwegs. Da bemerkten sie, dass die Warnblinkanlage von dem Mercedes angeschaltet war.  Die Beamten beschlossen, den Fahrer anzuhalten. 

Doch dieses Vorhaben gestaltete sich als wesentlich schwieriger als zunächst gedacht. Die Polizisten schalteten ihr Blaulicht ein und gaben dem Fahrer das Anhaltesignal.

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Doch der zeigte sich davon sichtlich unbeeindruckt. Mit normaler Geschwindigkeit setzte er seine Fahrt Richtung Löbau fort.

Die Ordnungshüter fuhren hinterher. Dann kam es zum ersten größeren Vergehen: Der 60-Jährige überfuhr kurz vor Großschweidnitz eine rote Baustellenampel. Bei einer weiteren Kreuzung ignorierte er das rote Licht abermals.

Die Polizisten hatten währenddessen ihre Kollegen verständigt. Die Kräfte der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz positionierten sich an der Karl-Liebknecht-Straße. Mit Stopp-Signalen und Blaulicht hofften sie wohl, den im normalen Tempo fahrenden Mann zum Anhalten bewegen zu können.

Mercedes-Fahrer ignoriert Beamte selbst dann, als sie direkt vor dem Auto stehen

Die Polizei versuchte den Mann, zum Anhalten zu bewegen. (Symbolbild)
Die Polizei versuchte den Mann, zum Anhalten zu bewegen. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Weit gefehlt. Der Mercedes düste erneut davon. Da langsam guter Rat teuer wurde, legten die Beamten einen Stopp-Stick aus.

Diesen ignorierte der Fahrer, aber sein Wagen nicht. Er fuhr darüber und die Luft wich aus den Reifen. Nach all den vergeblichen Signalen blieb der Mercedes kurz vor dem Stadion stehen.

Doch damit war die "Verfolgungsjagd" noch nicht zu Ende. Denn der 60-Jährige verriegelte seine Tür und wollte sie einfach nicht öffnen.

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Die Uniformierten mussten gewaltsam eindringen und den Fahrer aus dem Wagen bringen. Schnell fiel ihnen ein Alkoholgeruch auf. Ein Test bewies: Der Mann hatte getrunken. 0,64 Promille wurden angezeigt, also kurz über der erlaubten Grenze von 0,5 Promille.

Normalerweise hätte dies lediglich eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach sich gezogen. Doch das suspekte Verhalten brachte die Beamten dazu, dem Deutschen Blut zu entnehmen, um ihn auf weitere illegale Substanzen zu untersuchen.

Des Weiteren darf er erst einmal nicht mehr fahren, der Führerschein wurde ihm nämlich entzogen. Zudem muss er nun mit einer Strafanzeige rechnen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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