Polizei mit Maschinenpistolen in Johannstadt: Beziehungsstreit löst Großeinsatz aus

Dresden - Die Polizei befand sich am heutigen Dienstagnachmittag im Dresdner Stadtteil Johannstadt wegen einer "gefährlichen Bedrohungslage" im Großeinsatz.

Polizisten rückten mit Maschinenpistolen an.
Polizisten rückten mit Maschinenpistolen an.  © Tino Plunert

Als "gefährliche Bedrohungslage" werden im Polizei-Jargon für die Bevölkerung unsichere Gefahrenlagen bezeichnet. 

Zu genau so einer soll es ersten Informationen nach gegen 13.30 Uhr auf der Hopfgartenstraße gekommen sein. Womöglich eskalierte dort ein Beziehungsstreit. 

Da nach der Alarmierung jedoch nicht sofort klar war, ob eine Waffe im Spiel war, rückte das Spezialkommando für lebensbedrohliche Einsatzlagen (LebEL) in die Johannstadt aus.

TAG24-Informationen zufolge bedrohte ein Mann seine Ex-Freundin womöglich mit einer Schusswaffe. Anschließend könnte er auch noch vor unbeteiligten Handwerker damit herumgefuchtelt haben.

Grund genug für die LebEL-Beamten mit schwerem Geschütz auszurücken.

Einsatz wird am Abend fortgeführt

In einem Hochhaus auf der Hopfgartenstraße wurde der LebEL-Einsatz ausgelöst.
In einem Hochhaus auf der Hopfgartenstraße wurde der LebEL-Einsatz ausgelöst.  © Tino Plunert

Da der Tatverdächtige floh, postierten sich mehrere Streifen im Stadtteil und warteten nach TAG24-Informationen auf den Pistolenmann.

Auch am Abend soll der Einsatz weiter andauern, da der Tatverdächtige noch nicht an den Tatort zurückkehrte. 

Die Polizeisprecher waren auf TAG24-Anfrage jedoch zunächst nicht erreichbar, um den Einsatz zu bestätigen.

Update, 17.45 Uhr: Keine Gefahr für Bevölkerung

Mehrere Einsatzfahrzeuge und schwer bewaffnete Beamte durchkämmten die Johannstadt.
Mehrere Einsatzfahrzeuge und schwer bewaffnete Beamte durchkämmten die Johannstadt.  © Tino Plunert

Polizeisprecher Lukas Reumund (42) erklärte auf TAG24-Anfrage den Großeinsatz: "Ein Syrer war dort bei einer Frau zu Besuch", so der Sprecher am Abend. "Dabei kam es zu einem lauteren Streit." 

Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei den beiden um ein Pärchen. Ein Nachbar (30) hatte den Aufruhr mitbekommen, wollte nach dem Rechten schauen. 

"Dabei wurde er von dem Mann mit einer Art Pistole bedroht und alarmierte die Polizei", so der Sprecher. Der Pistolenmann (24) konnte vor Ort aber nicht mehr angetroffen werden. "Verletzte gab es keine", so Reumund am Abend. 

"Die Fahndungsmaßnahmen dauern an. Da es sich um eine private Streitigkeit handelte, gehen wir nicht von einer Gefahr für die Allgemeinheit aus."

Titelfoto: Montage: Tino Plunert (2)

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