Polizei muss Corona-Partys in Sachsen auflösen

Görlitz - In der Nacht zum heutigen Dienstag sprengten Polizeibeamte gleich drei illegale Partys, die trotz Corona-Schutzmaßnahmen in Privatwohnungen stattfanden.

Eine Polizeistreife fährt durch eine Fußgängerzone. (Symbolbild)
Eine Polizeistreife fährt durch eine Fußgängerzone. (Symbolbild)  © dpa/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Den ersten Einsatz dieser Art führten die Beamten in Hoyerswerda. Gegen 0.05 Uhr feierten sieben Personen eine sogenannte Home-Party bei einem 28-jährigen Deutschen. Die sieben Gäste wurden nach Hause geschickt. Alle acht bekommen eine Anzeige.

Gegen 2.20 Uhr rückte dann die Bautzener Polizei aus: In einer Wohnung feierten dort vier Leute. Zwei Gäste wurden verwiesen. Sie und die beiden Gastgeber bekommen nun ebenfalls Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Und nur fünf Minuten später klingelten Polizisten in Görlitz an einer Wohnungstür, wo zu laute Musik eine Party auffliegen ließ. Ein 27-Jähriger hatte Besuch von zwei weiteren Personen. 

"Alle drei deutschen Staatsbürger erhalten eine entsprechende Anzeige", teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit.

Nicht an Quarantäne gehalten

Zudem wurden in Ottendorf-Okrilla zwei Personen ermittelt, die es offenbar mit ihrer vom Gesundheitsamt angeordneten Quarantäne nicht so genau nahmen. Mitarbeiter des Amtes versuchten mehrmals vergeblich, die Betroffenen telefonisch zu erreichen, doch es nahm niemand den Hörer des Telefons ab. Deshalb folgen nun auch hier Anzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

"Die Polizei appelliert an die Menschen, sich an die Ausgangsbeschränkungen und Regeln bezüglich der Corona-Pandemie zu halten, auch wenn dies eine Herausforderung darstellt", so ein Polizeisprecher. "Diese dienen dem Schutze der Gesundheit aller. Verstöße werden zudem mit empfindlichen Geld- bzw. Freiheitsstrafen geahndet."

Insgesamt gab es am gestrigen Montag und in der darauffolgenden Nacht 52 Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. 20 Mal wurde ein Platzverweis ausgesprochen.

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

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