Telefonbetrug mit Todesnachricht: Aufmerksame Helfer retten zwei 86-Jährige

Görlitz - Betrugsversuche per Telefon bleiben eine Gefahr! Die Polizei warnt in der Vorweihnachtszeit einmal mehr vor Schockanrufen und verbrecherischen Geldforderungen.

Gerade ältere Menschen werden oft Opfer von Telefonbetrügern. (Symbolbild)
Gerade ältere Menschen werden oft Opfer von Telefonbetrügern. (Symbolbild)  © daisydaisy/123RF

Wie die Polizeidirektion von Görlitz berichtet, gab es in ihrem Zuständigkeitsbereich allein am gestrigen Montag acht solcher Betrugsversuche. Zwei davon hätten beinahe zu Erfolg geführt, wenn nicht wachsame Bürger zur Stelle gewesen wären.

So bewahrte zum einen ein Taxifahrer aus Niesky eine 86-jährige Dame davor, 2000 Euro an unbekannte Betrüger zu übergeben.

Eine zweite 86-Jährige wollte in Görlitz sogar gleich 30.000 Euro auf der Bank abheben, weil sie angeblich eine Enkeltochter aus Polen "freikaufen" müsse, wurde aber zum Glück von einer Bankangestellten aufgehalten.

Laut der Polizei hätten sich die Betrüger bei den meisten der acht Fälle vom Montag selbst als Polizisten ausgegeben. Am Telefon erzählten sie ihren Opfern dann, dass es einen tödlichen Unfall gegeben hätte, bei dem angeblich ein 28-jähriger Radfahrer ums Leben gekommen wäre.

Schuld an dem Unglück wären wahlweise ein Enkel, eine Schwester oder eine Tochter der Betrugsopfer gewesen und nun müsste eine Kaution oder ein Schmerzensgeld von bis zu 50.000 Euro gezahlt werden.

Polizei warnt, man solle sich am Telefon auf nichts einlassen

Wegen der zuletzt hohen Anzahl an Anzeigen zu solchen Betrugsversuchen spricht die Polizei noch einmal eine ausdrückliche Warnung aus.

So heißt es in dem offiziellen Bericht klipp und klar: "Lassen Sie sich nicht auf Geldübergaben ein. Die Polizei fordert keine Kautionszahlungen." Falls man solch einen Anruf erhält, solle man zuerst das Gespräch mit Angehörigen suchen.

Zudem dankt die Görlitzer Polizeidirektion noch einmal dem Taxifahrer aus Niesky und der Bankangestellten dafür, dass sie die beiden 86-Jährigen davor bewahrt haben, viel Geld zu verlieren.

TAG24 hat schon oft über solche Telefonbetrüger berichtet: Solche Vorfälle gibt es regelmäßig, und zwar nicht nur in Sachsen, sondern auch in anderen Bundesländern wie Hamburg oder Berlin.

Titelfoto: daisydaisy/123RF

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