Großeinsatz wegen Querdenken-Demo am 12. Dezember: So viele Verstöße gegen die Corona-Regeln gab es!

Dresden - Am 12. Dezember führte die Dresdner Polizei einen Großeinsatz im Zusammenhang mit der Initiative "Querdenken 351" durch. Eigentlich hatte das Oberverwaltungsgericht kurz vorher eine Demonstration verboten, doch zahlreiche Anhänger strömten trotzdem in die Landeshauptstadt.

Die Polizei führte einen Großeinsatz durch.
Die Polizei führte einen Großeinsatz durch.  © Norbert Neumann

Die "Querdenker" hatten zuvor bundesweit eine Versammlung angekündigt, die auf der Cockerwiese hätte stattfinden sollen. Das Verwaltungsgericht Dresden hatte die Demo verboten. Am Samstag, den 12. Dezember, traf das Oberverwaltungsgericht Sachsen in Bautzen die gleiche Entscheidung.

Trotz des Verbots der Veranstaltung protestierten viele "Querdenker" auf der Cockerwiese. Auch Marcus Fuchs, Kopf der Bewegung, war vor Ort. Zudem formierten sich viele Gegenproteste.

Einsatzkräfte ahndeten über den gesamten Tag zahlreiche Verstoße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordung. Diese wurden durch das Staatsschutzdezernat der Dresdner Polizei inzwischen aufgearbeitet.

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Wie die Polizei jetzt mitteilte, leiteten die Beamten Ermittlungen wegen 51 Strafverfahren und 544 Ordnungswidrigkeiten ein.

Die meisten hatten gegen die Tragepflicht einer Mund-Nasenbedeckung sowie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verstoßen.

Viele der Demonstrierenden zeigten den Beamten darüber hinaus falsche Atteste zur Befreiung des Tragens von Mund-Nasenschutz vor.

Auch Gegenprotestler formierten sich gegen die Querdenker.
Auch Gegenprotestler formierten sich gegen die Querdenker.  © Norbert Neumann

Derzeit werden täglich 20 bis 30 Anhörungsbögen zu Verstößen gegen die Corona-Regeln von der Kriminalpolizei verschickt. In den vergangenen Tagen haben die ersten 188 Betroffenen Post von der Dresdner Polizei bekommen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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