Reizgasangriff in Pirnaer Geibeltbad: Streit eskaliert, zahlreiche Verletzte!

Pirna - Zu einem Großeinsatz an Rettungskräften kam es am Montagnachmittag im Pirnaer Geibeltbad. Der Streit zweier Männer eskalierte vor Ort derart, dass einer der beiden schließlich sein Tränengas zückte und seinen Gegenüber damit angriff. Wenig später rückten Polizei und vier Krankenwagen sowie ein Notarzt an, um sich um die zahlreichen Verletzten zu kümmern.

Hier die Polizisten mit dem mutmaßlichen Täter.
Hier die Polizisten mit dem mutmaßlichen Täter.  © Daniel Förster

So wurde die Polizei um 16.12 Uhr von der Rettungsleitstelle informiert, dass es wohl nach einem verbalen Schlagabtausch zweier Männer, einen Reizgasangriff gegeben haben soll, so die Polizeidirektion Dresden auf TAG24-Nachfrage. 

Dieser Streit soll in der Folge derart eskaliert sein, dass ein 41-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Meißen sein Pfefferspray gezückt und seinem Gegenüber (43) damit angegriffen habe.

Der 43-jährige Dresdner, welcher gemeinsam mit einem Kumpel (38) sowie seiner sechs Jahre alten Tochter im Bad zu Gast war, wurde von dem Spray dabei im Gesicht getroffen.

Eine Badmitarbeiterin, die den Streit mitbekommen hatte, eilte zu den Männern und wollte gemeinsam mit dem 38-jährigen Bekannten des Geschädigten deeskalierend auf die Auseinandersetzung einwirken.

Dabei wurde die 62-Jährige durch das Gas allerdings ebenso verletzt wie weitere Badegäste, die sich zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe in den Umkleidekabinen befunden haben.

Rettungssanitäter kümmern sich um die Verletzten

Polizei, Krankenwagen, Notarzt und Feuerwehr waren am Montagnachmittag in Pirna im Einsatz.
Polizei, Krankenwagen, Notarzt und Feuerwehr waren am Montagnachmittag in Pirna im Einsatz.  © Daniel Förster

Die herbeigerufenen Einsatzkräfte, bestehend aus vier Rettungswagen, einem Notarzt und auch dem Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes, waren dann kurze Zeit später vor Ort und kümmerten sich um die zahlreichen Verletzten.

In Summe wurden dann von den Rettungssanitätern und dem Notarzt sieben Personen betreut. 

Dabei handelte es sich neben den beiden Streithähnen wohl auch um den hinzugekommenen Badleiter (56), sowie einer 37- und einer 57-jährigen Besucherin des Geibeltbades, einem 81 Jahre alten Badegast und der Badmitarbeiterin.

Letztere musste schließlich in ein Krankenhaus gebracht werden, während die anderen ambulant vor Ort behandelt wurden.

Zeugen berichteten, dass die Verletzten allen voran über tränende Augen, sowie Atemprobleme und Hautreizungen klagten.

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Ursache des Streits unklar

Das Geibeltbad in Pirna war am Montagnachmittag Schauplatz eines Einsatzes zahlreicher Rettungskräfte.
Das Geibeltbad in Pirna war am Montagnachmittag Schauplatz eines Einsatzes zahlreicher Rettungskräfte.  © Daniel Förster

Der Badleiter verhängte im Zuge der Eskalation direkt einen Einlassstopp und öffnete die Dachluken, damit das Gas entweichen konnte.

Schließlich kam auch die Feuerwehr mit drei Einsatzfahrzeugen, um die Räume entsprechend zu lüften und zu kontrollieren.

Das CS-Spray soll schließlich im Mülleimer der Umkleidekabine gefunden und sichergestellt worden sein. Warum der Mann es bei sich trug und mit ins Schwimmbad genommen hat, ist bislang ebenso wenig übermittelt, wie der Auslöser des Streites.

Da das Mitbringen solcher Waffen gegen die Hausordnung des Bades verstößt, hat der 41-Jährige zudem ein Hausverbot erteilt bekommen.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie die Polizeidirektion Dresden auf TAG24-Nachfrage mitteilte, wird nun der Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung geprüft.

Titelfoto: Daniel Förster

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