Typ hustet Frau im Bus absichtlich an: Gegenüber der Polizei ist er ganz kleinlaut!

Dresden - Eine Frau (24) wurde in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) angehustet. Die Polizei schnappte den Tatverdächtigen wenig später.

An der Haltestelle "Hauptbahnhof" verließ der Mann den Bus. Polizisten fanden ihn wenig später auf dem Vorplatz.
An der Haltestelle "Hauptbahnhof" verließ der Mann den Bus. Polizisten fanden ihn wenig später auf dem Vorplatz.  © Eric Münch

Am Samstagnachmittag gegen 17 Uhr sprach die 24-Jährige in einem Bus der Linie 66 einen vorerst Unbekannten auf seine fehlende Mund-Nasen-Bedeckung an. Sie bat ihn, sich eine Maske aufzusetzen, teilte die Bundespolizei Dresden am heutigen Montagnachmittag mit.

Doch der Mann weigerte sich und sagte, das gehe sie nichts an. "Beim Ausstieg an der Haltestelle 'Hauptbahnhof' hustete der Mann der jungen Frau unvermittelt und provokativ ins Gesicht", so die Ermittler zu dem Vorfall.

Die Frau verließ ebenfalls den Bus und suchte im Bahnhof nach Polizisten, denen sie den Sachverhalt erklärte. Anschließend suchten die 24-Jährige und die Ermittler nach dem Tatverdächtigen.

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Auf dem Bahnhofsvorplatz wurden sie fündig und erwischten offenbar den anhustenden Busfahrgast, einen 37-jährigen Deutschen, in Begleitung eines Tschechen (30). Beide trugen zu diesem Zeitpunkt keine Masken. 

Nachdem die Polizisten die Männer auf das Fehlen der Masken angesprochen haben, reagierte zumindest der 30-Jährige und setzte seine Mund-Nasen-Bedeckung auf. Der 37-Jährige blieb stur und somit ohne vorgeschriebene Schutzmaske.

Zwei Anzeigen bei der Polizei, eine beim Gesundheitsamt: Dresdner Maskenverweigerer abgestraft!

Die Beamten der Bundespolizei nahmen Anzeige gegen den 37-Jährigen auf und zeigten ihn beim Gesundheitsamt an (Symbolbild).
Die Beamten der Bundespolizei nahmen Anzeige gegen den 37-Jährigen auf und zeigten ihn beim Gesundheitsamt an (Symbolbild).  © dpa/Benedikt Spether

Der Deutsche konnte kein Attest oder Schwerbehindertenausweis vorzeigen, was ihn von der bis zum gestrigen Sonntag geltenden Tragepflicht der Maske in der Dresdner Innenstadt befreit hätte.

Er gab an, sich bereits bei der Frau entschuldigt zu haben. Weitere Angaben wollte der 37-Jährige nicht gegenüber den Ermittlern machen, erklärten diese weiter.

Der renitente Maskenverweigerer wurde von den Beamten beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Dort wird er sich noch wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten müssen.

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Zudem leiteten die Bundespolizisten nun Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung ein. 

Titelfoto: Montage: Eric Münch, dpa/Benedikt Spether

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