Versuchte Trickbetrug-Serie in Dresden: Senioren im Visier von Kriminellen!

Dresden - Am Freitag und Samstag gab es in Dresden gleich mehrere Versuche von Trickbetrug gegenüber älteren Menschen. Einen Herrn hat es dabei erwischt, er hat einen Schaden im vierstelligen Bereich am Hals.

Die Polizei hat in den letzten Tagen gleich mehrere Fälle von versuchtem Trickbetrug gemeldet bekommen.
Die Polizei hat in den letzten Tagen gleich mehrere Fälle von versuchtem Trickbetrug gemeldet bekommen.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Freitag gingen gleich bei mehreren Bürgern im Laufe des Tages Anrufe ein. Das meldet die Dresdner Polizei.

So traf es neben einer 74-Jährigen auch eine 86-Jährige, einen 90-Jährigen, sowie einen 83-Jährigen. 

Letzterer bekam innerhalb von zwei Tagen gleich mehrmals Anrufe von Unbekannten.

Dort wurde ihm ebenso dreist wie geschickt ein Gewinn in Höhe von 138.000 Euro offeriert. Um an das Geld zu kommen, sollte er dann die Gebühren für den Transport des Gewinns in Form von Google-Pay-Karten begleichen.

Auf diese Forderung ging der Mann ein und übermittelte den Trickbetrügern die elektronischen Codes telefonisch. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 6.000 Euro.

Ähnlich unverschämt gingen die Täter auch im Fall einer 74-Jährigen vor. Die Frau aus Striesen wurde ebenfalls von unbekannten Männern angerufen. Einmal gaben diese sich fälschlicherweise als Enkel und einmal als Notar aus. 

Es hieß, der Enkel benötige für einen Autokauf 9.000 Euro. Die Frau ließ sich glücklicherweise von den Tätern nicht aufs Glatteis führen und legte auf. 

In der Folge rief sie ihren wirklichen Enkel an, der ihr versicherte, kein Auto kaufen zu wollen.

Bereits 20.000 Euro abgehoben: Bankmitarbeiterin verhindert schlimmeres

Die Täter gehen zumeist raffiniert und gänzlich ohne Scham vor.
Die Täter gehen zumeist raffiniert und gänzlich ohne Scham vor.  © Sebastian Gollnow/dpa

Auch der 86-jährige Herr aus der Wilsdruffer Vorstadt bemerkte den Schwindel, nachdem ihn ein Unbekannter anrief, sich als Bekannter ausgab und ihm offerierte, eine Wohnung für nur 50.000 Euro kaufen zu können. 

Der Mann wiegelte ab, legte auf und meldete sich bei der Polizei.

Die selbe Masche wurde dann noch einmal bei einem 90-Jährigen versucht. 

Wieder als Bekannter getarnt, versuchte ein Betrüger dem Herrn weiß zu machen, er stecke in finanziellen Nöten und bräuchte dringend 20.000 Euro.

Der Geschädigte willigte zunächst ein, verabredete sich mit dem Mann am Geldinstitut, wo er ihm die Summe in Bar aushändigen würde. 

Nur durch den siebten Sinn einer Bankangestellten kam es nicht zur Übergabe.

Der Frau kam die Hohe Summe Geld nicht geheuer vor und sie sprach den Mann schließlich an. Im Anschluss rief sie die Polizei und sollte mit ihrer Vorahnung schließlich recht behalten.

Samstag erneuter Pay-Karten-Trick versucht

Am Samstag wurde ein 76-Jähriger mit einer ähnlichen Masche geködert, die am Freitag bereits bei dem angeblichen 138.000-Euro-Gewinner geklappt hatte.

Ein Unbekannter rief auch ihn an, sagte ihm, er erhalte einen Geldgewinn in Höhe von 85.500 Euro. Die Summe würde er über einen Geldboten bekommen, welcher kein Bargeld annähme, sondern lediglich eine PlayStation-Karte im Wert von 500 Euro.

Als der Mann noch einmal anrief, eröffnete der Geschädigte ihm seine Zweifel an der Echtheit seines Angebotes. Daraufhin schrie der Täter den Mann an, beleidigte ihn und legte schließlich von alleine auf. 

Ähnliche Fälle ereigneten sich am Freitag auch in Weinböhla und Pirna. Bei letzterem konnten die Betrüger 1.000 Euro erbeuten.

Ob die Täter zusammengehören, oder es sich jedes Mal um die selben handelt, ist derzeit nicht bekannt. Jedoch ist äußerste Vorsicht geboten. 

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa ; Sebastian Gollnow/dpa

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