Vor Einbruch Fenstergitter im Grünen Gewölbe präpariert: Aufklärung im Landtag gefordert

Dresden - Knapp zwei Jahre nach dem spektakulären Einbruch ins Grüne Gewölbe gibt es offenbar weiteren Aufklärungsbedarf. Sachsens Regierung müsse nun endlich Farbe bekennen, wie gut der "Sachsenschatz" tatsächlich geschützt war, erklärte Linken-Fraktions-Chef Rico Gebhardt (58).

Schätze im Wert von mindestens 113,8 Millionen Euro wurden vor zwei Jahren aus dem Grünen Gewölbe entwendet - und sind noch immer weg.
Schätze im Wert von mindestens 113,8 Millionen Euro wurden vor zwei Jahren aus dem Grünen Gewölbe entwendet - und sind noch immer weg.  © Sebastian Kahnert/dpa

Der Abgeordnete bezog sich auf einen Bericht im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Demnach sollen die Täter unter anderem das Fenstergitter, durch das sie in die Räume des Grünen Gewölbes eingestiegen waren, schon Tage zuvor durchtrennt und dann nur mit einem Kleber wieder eingesetzt haben. So konnten sie in der Tatnacht schneller in die Räume gelangen.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte diese Angaben nicht bestätigt.

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"Ich will wissen, ob die im 'Spiegel' wiedergegebenen Informationen aus Sicht der Staatsregierung zutreffen. Falls sie wahr sind, wäre die Blamage für den Freistaat und den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement umso größer", erklärte Gebhardt, der zugleich eine weitere parlamentarische Anfrage in dieser Sache ankündigte.

Bei dem Einbruch hatten die Täter 21 Exponate mit insgesamt 4300 Diamanten und Brillanten "im Gesamtversicherungswert von mindestens 113,8 Millionen Euro" gestohlen, hieß es.

Die Kripo bei der Spurensicherung am Einbruchsfenster des Grünen Gewölbes im Dresdner Schloss.
Die Kripo bei der Spurensicherung am Einbruchsfenster des Grünen Gewölbes im Dresdner Schloss.  © Holm Helis

Die Beute ist bis heute verschollen ...

Titelfoto: Montage: Sebastian Kahnert/dpa, Holm Helis

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