Kurios! Wilder David hämmerte sich in den Knast

Dresden - Aus Langeweile schlug er mit dem Nothammer zu. Aber nicht nur das. Gegen David M. (21) verlas der Staatsanwalt am Amtsgericht mehr als zwei Dutzend Vorwürfe. Der Vorbestrafte gestand und erklärte: "Ich habe mir nichts dabei gedacht."

David M. (21) benahm sich wie die Axt im Wald und landete vor Gericht.
David M. (21) benahm sich wie die Axt im Wald und landete vor Gericht.  © Peter Schulze

David klaute alles, was ihm in die Finger kam: Essen, wenn er Hunger hatte. Technik, um sie gegen Drogen zu tauschen. Fußballschuhe, weil ihm nach Kicken war. Und feinen Zwirn. 

"Ich trage halt gerne Anzüge", begründete er.

Aus Langeweile entglaste er eine Haltestelle am Schillerplatz. 

Und als er sauer auf einen Kumpel war, zerlegte er den kompletten S-Bahn-Haltepunkt Niedersedlitz. Werbescheiben, Automaten und Windschutzwände gingen zu Bruch. Schaden: 35 000 Euro. 

Das sei immerhin besser, als den Kumpel zu verhauen, erklärte David, der gar die eigenen Großeltern beklaute. 

Er griff sich deren Ford Focus, ging mit Freunden auf "Spritztour", die prompt an einer Ampel in Leuben endete - Totalschaden!

Und er randalierte in der Linie 4, schmierte Hakenkreuze überall hin, zeigte den Hitlergruß und besprühte dann die Videokamera, die freilich schon alles aufgezeichnet hatte. 

Zwar bescheinigte der Gutachter ihm eine Persönlichkeitsstörung, ein Urteil gab es dennoch: David M. muss 26 Monate hinter Gitter. 

Titelfoto: Peter Schulze

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