Großhandel Metro hisst die Flagge gegen Diskriminierung

Dresden - Am Montag ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Kulturpalast, Semperoper und Rathaus flaggen dann die Regenbogenfahne. Zum ersten Mal beteiligt sich auch der Großhandel "Metro" an der Aktion für Akzeptanz und gegen Diskriminierung.

CSD-Chef Ronald Zenker (48, v.l.), Metro-Betriebsleiter Jens-Uwe Hauffe (51) und Unternehmer Wolle Förster (66) stellen ein Regenbogen-Plakat auf.
CSD-Chef Ronald Zenker (48, v.l.), Metro-Betriebsleiter Jens-Uwe Hauffe (51) und Unternehmer Wolle Förster (66) stellen ein Regenbogen-Plakat auf.  © Petra Hornig

"Wir sind ein internationales Unternehmen. Auch wir sind bunt. Und unsere Hauptkunden, die Gastronomen, sind es auch", so Metro-Geschäftsleiter Jens-Uwe Hauffe (51).

"Wir werden nicht nur den Regenbogen flaggen, sondern auch den Christopher Street Day in Dresden unterstützen."

Der 28. CSD soll am 3. September stattfinden.

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Darüber hinaus erklärt CSD-Sprecher Ronald Zenker (48): "Wir sind schon lange Anlaufstelle für homosexuelle Flüchtlinge, auch für unbegleitete Jugendliche."

Erst am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Homosexualität aus ihrem Krankheitskatalog gestrichen, Transsexualität erst 2018!

Der Großhandel Metro hat schon die Regenbogenfahne gehisst.
Der Großhandel Metro hat schon die Regenbogenfahne gehisst.  © Petra Hornig

Dass es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten gilt, weiß auch Unternehmer Wolle Förster (66). Er wurde 2020 mit dem Toleranzpreis des CSD Dresden geehrt.

"Man kann nicht oft genug darauf aufmerksam machen, wie wichtig Toleranz ist. Ganz schlimm hat uns das zuletzt der Mordanschlag auf das schwule Paar am Kulturpalast vor Augen geführt. Wir müssen in allen Bevölkerungsgruppen aufklären - auch als Teil der Integration."

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig (2)

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