Dank Corona: Swimmingpools so gefragt wie nie

Dresden - Heiße Sommertage und Langeweile während der Corona-(Kurzarbeits-)Zeit haben den Absatz von Swimmingpools förmlich explodieren lassen. Viele Sachsen wollen sich unbedingt ein "Stückchen Baggersee" in den Garten stellen - und müssen jetzt lange warten.

"Für einen Selbstbausatz für einen 3 x 6 Meter großen Pool ist man ab 1 500 Euro dabei": Poolbauer Jens Röhl (53) vom Gartencenter Röhl & Sohn in Grimma.
"Für einen Selbstbausatz für einen 3 x 6 Meter großen Pool ist man ab 1 500 Euro dabei": Poolbauer Jens Röhl (53) vom Gartencenter Röhl & Sohn in Grimma.  © Sören Müller

In vielen Baumärkten sind Gartenpools inzwischen Bückware. Mancher Kunde will innerhalb einer Woche einen Pool im Garten haben, doch die Wartezeiten sind viele länger.

Im Grimmaer Gartencenter Röhl & Sohn werden sowohl Gartenpools gebaut als auch Aufstellpools verkauft. "Die Nachfrage ist extrem. Bei Lieferanten gibt es Wartezeiten bis Anfang Oktober", sagt Geschäftsführer Jens Röhl (53). Röhl wollte sogar eine Saisonkraft einstellen - Fehlanzeige.

Auch Michael Kupsch (64), Geschäftsführer vom bundesweit tätigen Familienunternehmen Kupsch Schwimmbadtechnik mit 18 Mitarbeitern in Machern (bei Leipzig), freut sich über die gute Auftragslage: "Die Wartezeit beträgt bei uns oft ein Vierteljahr."

Manche Pool-Freunde waren allerdings mit dem Aufbau von billigen Aufstellbecken aus dem Internet überfordert. "Da gab's kurz vor Feierabend Anrufe, ob ich als Fachmann nicht mal schnell helfen könne", ärgert sich André Kühne (57) von Aquaconcept in Dresden. Wer bei ihm jetzt einen Gartenpool bestellt, "kann allerdings nicht mehr in diesem Jahr darin schwimmen", so gut laufe das Geschäft.

Titelfoto: Sören Müller

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