Das Kult-Plattenlabel prägte den Sound der DDR: Amiga, 70 Jahre und kein bisschen leise

Riesa - Sie war ein gefeierter Star in der DDR und auch nach der Wende: Silly-Frontfrau Tamara Danz (†43) ist bis heute unvergessen. Ihre Karriere ist, wie die zahlreicher anderer Künstler, eng verbunden mit dem Plattenlabel Amiga. Seit 1947 hat das Label Geschichte geschrieben. Das Stadtmuseum Riesa widmet dem Musikverlag jetzt eine Ausstellung.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Ramona Geißler (58) mit erster Amigaplatte „Caprifischer“ mit Kurt Reimann aus dem Mai 1947.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Ramona Geißler (58) mit erster Amigaplatte „Caprifischer“ mit Kurt Reimann aus dem Mai 1947.  © Steffen Füssel

Die Schau ist erstmals in Sachsen zu sehen und wurde anlässlich des 70. Label-Geburtstages initiiert. Es ist eine kleine musikalische Zeitreise, die den Besucher erwartet. 

"Fakten und Bilder zur Amiga-Geschichte, Banner mit persönlichen Grußbotschaften von Sängern und Musikern wie Angelika Mann und Frank Schöbel und viele persönliche Leihgaben gibt es zu sehen", sagt Museumsleiterin Maritta Prätzel (62). 

"Zum Beispiel der legendäre Bühnenkoffer aus den 1950er-Jahren von Fred Frohberg, Bühnenkleider von Julia Axen und die Lederjacke von Silly-Frontfrau Tamara Danz." Auf dieses Stück sind die Verantwortlichen besonders stolz.

Natürlich sind auch verschiedenste Schallplatten aus unterschiedlichen Genres und Epochen ausgestellt. 

"Die Ausstellung weckt Erinnerungen", so Prätzel. "Auf die erste von Amiga herausgegebene Schallplatte, die auch in der Ausstellung zu sehen ist, wurde das Lied von den Capri-Fischern gepresst."

Die originale Lederjacke von Silly-Sängerin Tamara Danz (†43) ist eines der Herzstücke der Ausstellung.
Die originale Lederjacke von Silly-Sängerin Tamara Danz (†43) ist eines der Herzstücke der Ausstellung.  © Steffen Füssel
Die Plattencover von Chris Doerk und Jürgen Walter sind nur zwei von zahlreichen Stücken aus der mehr als 70-jährigen Amiga-Geschichte.
Die Plattencover von Chris Doerk und Jürgen Walter sind nur zwei von zahlreichen Stücken aus der mehr als 70-jährigen Amiga-Geschichte.  © Steffen Füssel

Die Sonderausstellung ist ab sofort zu sehen. Wer in die (ost-)deutsche Musikgeschichte eintauchen will, kann das dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr tun (Eintritt: 2,50 Euro).

Titelfoto: Steffen Füssel

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