Autoparkplätze gegen Radwege: Dauerstreit landet im Stadtrat

Dresden - Es ist immer das gleiche. Sobald irgendwo in Dresden Parkplätze zugunsten eines Radwegs verschwinden, entbrennt ein Streit, ob und wo Ersatz geschaffen werden soll.

Erst vor wenigen Tagen mussten hier am Terrassenufer Autoparkplätze einem Radweg weichen.
Erst vor wenigen Tagen mussten hier am Terrassenufer Autoparkplätze einem Radweg weichen.  © Holm Helis

Die CDU will das nun ändern und OB Dirk Hilbert (48, FDP) dazu verpflichten, die weggefallenen Stellflächen in unmittelbarer Nähe zu ersetzen. 

Sollte das nicht oder nur in geringerem Umfang möglich sein, soll vor dem Baubeginn der Bauausschuss befragt werden.

Der motorisierte Individualverkehr werde auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, weshalb ausreichend Parkmöglichkeiten bereit gehalten werden müssten, begründet die CDU ihren Antrag. 

"Es geht nicht darum, Radwege zu verhindern", betont CDU-Stadtrat Veit Böhm (55). Wenn in Größenordnungen Parkplätze wegfallen wie zuletzt ganze 50 am Terrassenufer, solle die Verwaltung aber stärker nach einem Ausgleich suchen.

Kritik kommt von der SPD: "Die CDU will ein bürokratisches Monstrum schaffen. Wichtige Radverkehrsprojekte würden sich viele Monate verzögern", sagt Stadtrat Stefan Engel (27). 

Effektiver könne man die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes nicht torpedieren. Im Bauausschuss fand der CDU-Antrag am Donnerstag keine Mehrheit. Nun entscheidet der Stadtrat.

Titelfoto: Holm Helis

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