Demo mit leeren Stühlen und Tischen: Gastwirte fühlen sich vom Freistaat vergessen

Dresden - Das wird (k)ein Fest: Gastronomen aus ganz Sachsen wollen am Freitag ab 11 Uhr auf dem Neumarkt vor der Dresdner Frauenkirche auf ihre bedrohte Existenz aufmerksam machen. Leere Tische, Stühle und eine Petition sollen ihr Schicksal illustrieren.

"Schießhaus"-Wirtin Ute Stöhr (50) will am Freitag mit Kollegen aus ganz Sachsen in Dresden eine Petition übergeben.
"Schießhaus"-Wirtin Ute Stöhr (50) will am Freitag mit Kollegen aus ganz Sachsen in Dresden eine Petition übergeben.  © Norbert Neumann

"Die Gastronomie wird bei der Förderung immer ein bisschen vergessen", klagt Ute Stöhr vom "Schießhaus" am Schützenplatz in der Landeshauptstadt. 

30 Mitarbeiter musste sie in Kurzarbeit schicken. Bislang seien alle Unterstützungsprogramme im Freistaat an den Wirten vorbeigegangen. 

Dabei müsste zum Beispiel Lehrlingen und studentischen Hilfskräften dringend geholfen werden.

"Unsere Mitarbeiter leben von Festgehalt, Nacht- und Feiertagszuschlägen und Trinkgeldern - mit 60 Prozent des Gehalts können viele ihre Familien nicht ernähren", heißt es in der Petition.

Sie soll am heutigen Freitag in einem Kochtopf unter anderem an den Landtagsabgeordneten Lars Rohwer (46, CDU) übergeben werden soll. 


Und weiter: "Wir Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter haben nach einem langen Winter und den typischen Sommervorbereitungen leere Kassen und keine Einnahmen mehr (...) Wir können die getroffenen Schließungsregelungen nachvollziehen, aber bitte kämpfen Sie mit uns um ein wenig Entschädigung für eine scheinbar vergessene Branche." 

Adressat ist die Landesregierung.

Titelfoto: Norbert Neumann

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