Dresden: 1300 Demonstranten gegen Pegida!

Dresden - Da haben alle Finten nichts genutzt: Montag gingen in Dresden doppelt so viele Menschen gegen Pegida auf die Straße wie zur fremdenfeindlichen Demo selbst kamen. Ein Großaufgebot der Polizei trennte die Lager - es blieb weitgehend friedlich.

650 Pegida-Teilnehmer standen 1300 Gegendemonstranten gegenüber.
650 Pegida-Teilnehmer standen 1300 Gegendemonstranten gegenüber.  © DPA / Sebstian Kahnert

Pegida in Leipzig? Was es schon lange nicht mehr gab, sollte laut Lutz Bachmann (47) plötzlich am Montag Nachmittag wieder stattfinden: Für 16 Uhr rief er auf den Richard-Wagner-Platz zur Kundgebung auf. Offenbar ein Versuch, Leipziger Pegida-Gegner von der Fahrt nach Dresden abzubringen. Diese verkündeten wiederum, trotzdem aufzubrechen - und so wurde die Kundgebung wieder abgeblasen.

In Dresden standen dann 650 Pegida-Anhänger 1300 Gegendemonstranten gegenüber! Und die machten ordentlich Lärm, der auch von der Polizei gemessen, allerdings nicht beanstandet wurde.

Von der Pegida-Bühne sprach unter anderem der identitäre Youtuber Alexander "Malenki" Kleine (28), der beim Tod des Afroamerikaners George Floyd (†46) keine Rassismus gesehen haben will. 

Kurz hektisch wurde es, als der Demozug aufbrach: Offenbar versuchten einige Gegendemonstranten auf die Strecke zu gelangen, doch die Polizei war schneller. 

Gegen Ende versuchte ein Kleingruppe aus dem Neonazi-Spektrum in die Gegendemo einzudringen, aber auch hier ging die Polizei dazwischen.

Knapp 300 Beamte waren im Einsatz.

Titelfoto: DPA / Sebstian Kahnert

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