Demos in der Dresdner Innenstadt: 67-Jähriger attackiert Journalisten

Dresden - Demos und Festnahmen in der Dresdner Innenstadt: Am Montag musste die Polizei mehrere Versammlungen absichern, dabei kam es zu einigen Zwischenfällen.

Dieses Bild stammt zwar von einer Querdenken-Demo aus dem Frühling, aber auch am heutigen Montag gab es in Dresden wieder viel Polizei und Demonstrationen zu sehen.
Dieses Bild stammt zwar von einer Querdenken-Demo aus dem Frühling, aber auch am heutigen Montag gab es in Dresden wieder viel Polizei und Demonstrationen zu sehen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Dresdner Polizeidirektion am Abend mitteilte, gab es gleich drei Demonstrationen rund um den Altmarkt.

So versammelten sich zunächst um 18 Uhr knapp eine Stunde lang "Kritiker der Corona-Maßnahmen", um zu protestieren.

Direkt im Anschluss kamen um circa 19.15 Uhr Pegida-Mitglieder auf dem Platz zusammen und starteten von dort aus einen Zug durch die Innenstadt. Um 21 Uhr trafen sie wieder am Ausgangsort ein und beendeten das Ganze mit einer Abschlusskundgebung.

Dresden: Dresdner Polizei steckt im Gleisbett fest und sorgt für zahlreiche Lacher
Dresden Dresdner Polizei steckt im Gleisbett fest und sorgt für zahlreiche Lacher

Schon vor diesen beiden Veranstaltung traf sich ab 17 Uhr allerdings eine Gruppe an Gegendemonstration auf dem Alaunplatz. Sie liefen ebenfalls zum Altmarkt und begleiteten von dort aus den Pegida-Marsch durch die Stadt.

So kam es zu einigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Parteien und der Polizei!

Gegen mehrere Demo-Teilnehmer laufen Ermittlungen wegen Körperverletzung

Unter anderem attackierte ein 67-jähriger Mann einen Medienvertreter. Die Ordnungshüter konnten den Tatverdächtigen aber direkt stellen und nun erwartet ihn eine Ermittlung wegen versuchter Körperverletzung.

Doch dabei blieb es nicht: Auch ein 35-Jähriger und ein 78-Jähriger wurden wegen Körperverletzung erwischt, weil es zu einigen Rangeleien zwischen den Demonstrationsteilnehmern kam.

Laut dem Polizeibericht wurde mindestens ein Mann leicht verletzt. Ansonsten gab es aber offenbar keine schlimmeren Folgen des Protest-Montags.

Insgesamt waren 164 Beamte der Dresdner Polizei sowie der sächsischen Bereitschaftspolizei im Einsatz.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dresden: