Der Zebrastreifen-Ärger von Strehlen: Das hier ist kein echter

Dresden - Hat hier der Ärger zur Kreativität geführt? Über die Kreischaer Straße in Strehlen geht plötzlich ein Zebra-Streifen. Angebracht hat diesen aber nicht die Stadtverwaltung, sondern irgendwer auf eigene Faust. 

In Strehlen haben sich Bürger ihren eigenen Zebrastreifen gemalt.
In Strehlen haben sich Bürger ihren eigenen Zebrastreifen gemalt.  © Thomas Türpe

Nun ermittelt die Polizei, aber auch im Stadtbezirksbeirat wird die Querung Thema.

"Die für das Gebiet zuständige Straßeninspektion erhielt über eine telefonische Anfrage Kenntnis von den aufgebrachten Streifen", bestätigt Stadtsprecher Karl Schuricht (59). 

"Unverzüglich erfolgte eine Besichtigung der Örtlichkeit und Unkenntlichmachung mittels schwarzer Farbe. Nachmittags wurden durch eine Fachfirma im Auftrag des Straßen- und Tiefbauamtes gelbe Folienkreuze aufgebracht."

Auch Stadtbezirksbeirätin Julia Günther (42, Grüne) bemerkte den Übergang: "Zuerst fand ich das charmant", sagt sie. "Dann bin ich ziemlich erschrocken, das ist gefährlich!" 

Denn tatsächlich halten Fußgänger den Zebrastreifen für echt, Autos bremsen jedoch wegen der Kreuze nicht mehr ab. Deshalb ermittelt die Polizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Ob bald eine ungefährliche Alternative kommt, muss nun geklärt werden. "In der Gegend hat sich viel geändert, weshalb viele die Straße jetzt an anderen Stellen überqueren", so Günther. "Ein Zebrastreifen ist dort wegen der Sicht nicht möglich, aber vielleicht ja eine Lichtsignalanlage. Ich werde das Thema am Montag ansprechen."

Titelfoto: Thomas Türpe

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