Die Apfelernte hat begonnen: Sachsens knackigstes Früchtchen in Zahlen

Dresden - Schneewittchen konnte ihm nicht widerstehen, Adam auch nicht und die Sachsen erst recht nicht: dem Apfel! 

Äpfel sind kalorienarm, voller Vitamine und Mineralstoffe und einfach lecker.
Äpfel sind kalorienarm, voller Vitamine und Mineralstoffe und einfach lecker.  © 123rf.com/zoomteam

Ein altes Sprichwort besagt zudem: "An apple a day, keeps the doctor away" (dt.: "Ein Apfel am Tag, Arzt gespart") - so gesund soll das Obst sein. 

Pünktlich zur gerade gestarteten Apfelsaison servieren wir Euch ein paar knackige Zahlen und Fakten zur begehrten Frucht.

• Etwa 25 Kilogramm Äpfel isst jeder von uns - statistisch gesehen - im Jahr. Dabei verputzen wir das Kernobst im Kuchen, als Saft oder gleich pur.

• Vom Apfel werden bis zu 90.000 Tonnen in einem "normalen" Jahr in Sachsen geerntet. Zuletzt war das aber 2016 der Fall. Unwetterschäden und Trockenheit sorgten in den vergangenen Jahren immer wieder für Ernteeinbrüche.

• Mit 61 Prozent der Obstanbaufläche dominiert der Apfel in Sachsen. So werden auf 2 387 Hektar Äpfel angebaut. An der deutschen Apfelproduktion hat Sachsen einen Anteil von etwa sechs Prozent.

• Ein mittelgroßer Apfel (100 Gramm) hat nur 57 kcal. Das liegt vor allem daran, dass er zu 85 Prozent aus Wasser besteht. Der Rest sind Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.

Viel Vitamin C

Es geht doch nichts über einen frischgepflückten Apfel.
Es geht doch nichts über einen frischgepflückten Apfel.  © 123rf.com/mythja (www.mythja.com)

• Äpfel enthalten je nach Sorte viel Vitamin C. Besonders viel stecken mit 24-35 mg pro 100 g in Braeburn, 20-25 mg pro 100 g in Berlepsch und 10-28 mg pro 100 g in Jonagold. 

Auch Idared und Boskoop können noch mit 15-20 mg pro 100 g auftrumpfen.

• Den Kulturapfel, wie wir ihn heute kennen, gab es ursprünglich gar nicht. Der Vorfahre unserer Äpfel stammt aus Kasachstan. 

So stammen 46 Prozent des Genoms vom kleinen und sauer schmeckenden Asiatischen Wildapfel ab, der sich dann als Mitbringsel über die Seidenstraße mit dem Europäischen Wildapfel kreuzte.

• Der Apfel mag es gemäßigt. So bevorzugt er ein Klima von 20 bis 25 Grad und es sollten 500 bis 600 Millimeter Regen im Jahr fallen.

• Äpfel eignen sich besonders gut zum Einlagern. Bei 4 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit lagern sie im dunklen Keller ohne Probleme über mehrere Monate.

Weltweit gibt es etwa 30.000 Sorten

• Weltweit gibt es etwa 30.000 Apfelsorten, 2 000 davon in Deutschland. In Sachsen wachsen über 200 Apfelsorten. Die landwirtschaftliche Produktion beschränkt sich allerdings vornehmlich auf die Sorten Gala, Pinova, Golden Delicious, Elstar, Jonagold, Braeburn und Idared.

• Auf einem Hektar Apfelplantage investiert der Obstbauer jedes Jahr etwa 500 Arbeitsstunden Handarbeit. Davon entfallen 300 Stunden auf die Ernte, 100 Stunden auf die Ausdünnung und 100 Stunden auf das Schneiden.

• 150 bis 250 Gramm wiegt ein normaler Apfel, wie wir ihn kennen. Doch im Guinness Buch der Rekorde hielt 2005 ein Apfel Einzug, der fast 1,85 Kilogramm wog. Der Japaner Chisato Iwasaki hatte ihn geerntet.

• Bis zu 100 Jahre alt kann ein Apfelbaum werden und auch im hohen Alter noch gute Erträge bringen.

• Ein Hektar Obstbäume bringt nicht nur eine reiche Apfelernte, sondern tut auch was fürs Klima, indem die Bäume etwa 16 Tonnen CO2 binden.

Titelfoto: 123rf.com/mythja (www.mythja.com), 123rf.com/zoomteam (Montage)

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