"Die Welt war ein Trickfilm": Max lieferte sich Verfolgungs-Jagd durch die Altmarkt-Galerie

Dresden - Er arbeitet nach eigener Aussage mit Ärzten zusammen, hat ein Buch mit dem Titel "Mindset Programmierung" geschrieben und hat außerdem seiner Meinung nach bis 2018 "gar nicht richtig gelebt". 

Medikamente wegen seiner psychischen Erkrankung lehnt Max J. bislang ab. "Ich kann so nicht arbeiten", so sein Argument.
Medikamente wegen seiner psychischen Erkrankung lehnt Max J. bislang ab. "Ich kann so nicht arbeiten", so sein Argument.  © Peter Schulze

Doch dann griff Max J. (29) zu Drogen. Mit LSD und Cannabis im Blut drehte der gebürtige Kasache derart durch, dass der Staatsanwalt den psychisch kranken Mann nun dauerhaft einweisen lassen will.

So kreuzte Max seinerzeit an der Pforte des Gerichts auf. Weil bei ihm Cannabis gefunden wurde, sollte er die Personalien angeben. Er weigerte sich, versuchte auch zu türmen. 

Durch die Kantine, wo er gefasst wurde und in den Haftkeller kam. "Dort hab ich erstmal geschlafen. Das tat gut", so Max, der nur zufällig ins Gericht gekommen sein will. "Ich sah damals nur Farben und Formen. Die Welt war ein Trickfilm."

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Keine 24 Stunden später sprang er am Altmarkt auf einem Polizeiauto herum, lieferte sich eine Hatz mit den Beamten quer durch die Altmarkt-Galerie, ehe er gefasst wurde. Wobei er Beamte mit Schlägen und Tritten verletzte. 

Die Aktion habe er durchgezogen, weil ihm jemand gesagt hätte, er sehe aus wie ein Rapper und solle sich entsprechend benehmen.

Danach wurde er eingewiesen. "Aber ich bin über die vier Meter hohe Mauer, um von dort wegzukommen. In der Psychiatrie sind nur komische Menschen", begründete Max, der prompt in der nächsten Straßenbahn eine Frau bedrängte. Urteil folgt.

Titelfoto: Peter Schulze

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