Die Zukunft des Albertparks: Naturschutz statt Forstbetrieb?

Dresden - Seit 1899 ist der "Albertpark" städtisch. Das knapp 120 Hektar große Waldstück zwischen der Fischhausstraße und Bautzner Landstraße wurde damals mit Geldern der König-Albert-Stiftung von der Stadt gekauft. Jetzt könnte im Stadtwald der Forstbetrieb zugunsten des Naturschutzes eingestellt werden.

Aktuell ist der Albertpark ein Forst, damit könnte nächstes Jahr Schluss ein. Das Ziel: mehr Wildnis.
Aktuell ist der Albertpark ein Forst, damit könnte nächstes Jahr Schluss ein. Das Ziel: mehr Wildnis.  © Eric Münch

Hintergrund ist ein Antrag von Grünen und SPD. Stimmt der Stadtrat zu, müsste bereits ab 2022 in dem gesamten Areal die aktive "forstwirtschaftliche Nutzung" gestoppt werden.

Zudem würde ein "Pflege- und Entwicklungskonzept" zum Erhalt und Schutz des wertvollen Altbaumbestandes erstellt.

"Der Naturschutz soll verbessert werden. Mit dem geschlagenen Holz wird kaum noch Geld verdient. Stattdessen könnten wir wertvolle Biotope erhalten und aufwerten", sagt Stadtrat Wolfgang Deppe (65, Grüne).

Stadtrat Wolfgang Deppe (65, Grüne) will den Naturschutz im Albertpark stärken.
Stadtrat Wolfgang Deppe (65, Grüne) will den Naturschutz im Albertpark stärken.  © Steffen Füssel

Wichtig: Der Wald dürfte weiterhin wie bisher betreten werden und könnte der naturnahen Erholung dienen. Vorhandene Initiativen wie der Waldspielplatz und neue Projekte (Naturschutz, Wolfshügelturm) sollen integriert werden.

Das Ende der Forstwirtschaft im städtischen Teil der Dresdner Heide soll aber nur der Auftakt sein, um weitere Waldgebiete zukünftig einer natürlichen Entwicklung zu überlassen.

Das letzte Wort hat der Rat.

Titelfoto: Eric Münch

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