So ein Müll! Unser Abfall in Dresden wird teurer

Dresden - Fast schon turnusmäßig steigen die Abfallgebühren in Dresden. Eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern zahlt damit pro Jahr etwa zehn Euro mehr. Wer nicht aufpasst oder sich nicht an Regeln hält, wird jedoch wesentlich heftiger abkassiert als bisher. So ein Müll!

Selbst beschmierte Glas-Container helfen, Müll in den kleinen Restmüll-Tonnen zu vermeiden.
Selbst beschmierte Glas-Container helfen, Müll in den kleinen Restmüll-Tonnen zu vermeiden.  © Lutz Hentschel

Ab Januar steigen die Abfallgebühren in der Landeshauptstadt im Durchschnitt um 5,4 Prozent. Die letzte Erhöhung erfolgte im Jahr 2018. 

"Das Gebührensystem ist so gestaltet, dass Abfalltrennung und -vermeidung finanziell belohnt werden. Wo besonders häufig geleert werden muss, dort wird es künftig etwas teurer werden", so Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne).

Wie sich die Gebühren im Einzelnen verändern, ist zukünftig vor allem davon abhängig, wie oft ein Standplatz von den Müllmännern angefahren werden muss. Wem eine Leerung aller zwei Wochen reicht, der kann zukünftig sogar weniger zahlen, Nutzer eines wöchentlichen Turnus legen drauf.

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Demnach verringert sich beim 2-Wochen-Turnus konkret die Restmüll-Grundgebühr pro Monat für einen 120-Liter-Behälter von 6,04 Euro auf 5,07 Euro. Wer die Müllabfuhr wöchentlich braucht, zahlt zukünftig 8,89 Euro. 

Die Gebühr für die Abholung von zum Beispiel Kühlschränken oder Waschmaschinen steigt um 2 Euro auf 25 Euro je Gerät.

Neu ist eine Expressabholung (drei Werktage) für satte 72 Euro.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) steht im Fokus.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) steht im Fokus.  © Ove Landgraf
Wer in Biotonnen zum Beispiel Plaste einwirft und erwischt wird, zahlt eine saftige Strafgebühr.
Wer in Biotonnen zum Beispiel Plaste einwirft und erwischt wird, zahlt eine saftige Strafgebühr.  © dpa/Jan Woitas
Die Müllgebühren in Dresden steigen ab Anfang 2021. Das letzte Wort hat jedoch der Stadtrat.
Die Müllgebühren in Dresden steigen ab Anfang 2021. Das letzte Wort hat jedoch der Stadtrat.  © Thomas Türpe

Auch fehlerhafte Mülltrennung wird künftig hart geahndet. Nicht nur die Biotonne, sondern auch Gelbe und Blaue Tonne werden bei Verschmutzung mit "Fremdstoffen" nicht gleich geleert und mit einer zusätzlichen Gebühr berechnet. Für eine 120-Liter-Tonne werden 7,23 Euro Strafgebühr fällig.

Titelfoto: Thomas Türpe

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