Bis Jahresende keine Geburten in Friedrichstadt? Petition fordert: "Macht den Kreißsaal wieder auf!"

Dresden - Ein bis zwei kleine Dresdner sind 2019 pro Tag im Friedrichstädter Kreißsaal des Städtischen Klinikums geboren worden. In diesem Jahr werden es deutlich weniger sein. Denn seit dem 18. März ist der Kreißsaal wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Der Kreißsaal im Krankenhaus Friedrichstadt bleibt bis Jahresende zu.
Der Kreißsaal im Krankenhaus Friedrichstadt bleibt bis Jahresende zu.  © Holm Helis

Und das soll er auch noch bis Ende des Jahres bleiben. 

Doch dagegen regt sich nun Widerstand. Eine Petition auf der Website der Stadt fordert die Wiedereröffnung ab Juli und eine klare Positionierung des Stadtrats für den Erhalt der Geburtshilfe. Bis Donnerstagnachmittag wurde sie bereits mehr als 1300-mal unterzeichnet.

Die Schließung, die ursprünglich bis Ende Mai dauern sollte, sei nicht nachvollziehbar und im Sinne des Patientinnenwohls unzumutbar, heißt es. Der Patientenansturm wegen des Coronavirus sei glücklicherweise ausgeblieben und eine Dezentralisierung der Geburtshilfe für den Infektionsschutz besser, so die Argumentation. 

Das Krankenhaus sieht das anders. So sei es am Standort Neustadt/Trachau möglich, für infizierte Mütter und Verdachtsfälle einen von den anderen Kreißsälen getrennten Bereich vorzuhalten. 

Außerdem sei so gesichert, dass auch bei hohen Ausfällen genügend Personal zur Verfügung stehe, sagt Sprecherin Viviane Piffczyk. 

Titelfoto: Holm Helis

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