Dresden erhöht erstmals seit 14 Jahren die Parkgebühren!

Dresden - Erstmals seit 14 Jahren erhöht die sächsische Landeshauptstadt die Parkgebühren. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Im gleichen Zeitraum stiegen die Preise für Tickets im ÖPNV um 40 bis sogar 50 Prozent.

Dresden erhöht die Parkgebühren.
Dresden erhöht die Parkgebühren.  © Norbert Neumann

"Das führte dazu, dass das Ticket für eine Einzelfahrt mit der Straßenbahn oder dem Bus deutlich teurer ist als eine Stunde parken. Es ist das falsche Zeichen, wenn wir diejenigen, die den umweltfreundlichen ÖPNV nutzen, so viel mehr bezahlen lassen als die Autofahrer", erklärte Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43).

Im landesweiten Vergleich liegen die Parkgebühren in Dresden nach Duisburg sehr niedrig. 

Autofahrer kennen das Problem: In der Innenstadt sind Parkplätze ziemlich rar, Parkbereiche demnach voll ausgelastet. 

Mit der Erhöhung der Gebühren soll das nun ausgeglichen werden.

Das ändert sich bei den Parkgebühren

Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43).
Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43).  © Thomas Türpe

In der Parkgebührenzone 1, welche den Stadkern umfasst, muss nun 1 Euro je 20 Minuten gezahlt werden. Zudem wird es keine Tageskarte mehr geben. Autofahrer sollen somit häufiger auf städtischen Parkplätzen parken.

In der Parkgebührenzone 2 gilt der Tarif 0,50 Euro je 15 Minuten. Der Tagestarif liegt bei acht Euro.

In der Parkzone 3 zahlen Bürger je 20 Minuten 0,50 Euro und für eine Tageskarte sechs Euro.

Die Landeshauptstadt hofft, dass dadurch mehr Menschen den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen oder mit dem Fahrrad fahren.

"Die erwarteten jährlichen Mehreinnahmen von etwa zwölf Millionen Euro können perspektivisch zur Finanzierung zusätzlicher Angebote des ÖPNV und zum Ausbau eines sicheren Radwegenetzes eingesetzt werden, erklärt Schmidt-Lamontain.

Aufgrund der Förderung der Elektromobilität soll das Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge auf gebührenpflichtigen Parkplätzen oder das Abstellen an Ladesäulen für die ersten zwei Stunden bis zum 31. Dezember 2022 frei sein.

Titelfoto: Norbert Neumann

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