Dresden kämpft sich aus der Corona-Zeit: FDP und SPD haben Vorschläge zur Rettung der Stadt

Dresden - Die harten Corona-Einschränkungen haben es deutlich gemacht: Dresden ist ohne vielfältige Gastronomie, Tourismus und Handel nicht vorstellbar. Reichlich kommunale Hilfen haben den Neustart erleichtert. Ein möglichst großer Teil der Rathaus-Hilfen könnte nun gleich bestehen bleiben.

Gerade Außengastronomie war in Corona-Zeiten beliebt, einige Gebühren könnten dauerhaft entfallen.
Gerade Außengastronomie war in Corona-Zeiten beliebt, einige Gebühren könnten dauerhaft entfallen.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Per auf dem Kreisparteitag beschlossenem Leitantrag wollen die Dresdner Liberalen erreichen, dass "die Streichung von Gebühren aus der Pandemie-Phase" teilweise zum Dauerzustand werden sollen.

So sollen beispielsweise die Sondernutzungsgebühren, die Handel und Gastronomie eigentlich für Außengastronomie auf kommunalen Flächen zahlen müssen, dauerhaft verschwinden.

Dresden müsste auf jährlich zwei bis drei Millionen Euro verzichten.

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FDP-Vizechef Marko Beger (39) fordert zudem eine "Garantie zur verkehrlichen Erreichbarkeit von Innenstadt und Stadtteilzentren für alle Mobilitätsformen". Obendrein soll das Citymanagement gestärkt werden.

Setzt sich für die Gastro-Erleichterungen ein: Vize-Kreis-Chef Marko Beger (39, FDP).
Setzt sich für die Gastro-Erleichterungen ein: Vize-Kreis-Chef Marko Beger (39, FDP).  © Ove Landgraf

Dresden soll dem "Netzwerk der Stadtretter" beitreten

Wie so viele Läden in Dresden: Auch die "Prager Spitze" hat mit Leerstand zu kämpfen.
Wie so viele Läden in Dresden: Auch die "Prager Spitze" hat mit Leerstand zu kämpfen.  © Thomas Türpe

Und das ist nicht die einzige Idee, wie die Landeshauptstadt aus der Corona-Schwäche herauskommen soll: Um vor allem der Innenstadt zu helfen, gibt es nun eine neue Rettungs-Initiative.

Denn laut einer aktuellen Studie des Citymanagements steht momentan jeder fünfte City-Laden in Dresden leer!

Großstädte wie Berlin, Stuttgart, Köln oder Rostock sind daher bereits dem kostenlosen "Netzwerk der Stadtretter" beigetreten. In erster Linie geht es dabei um einen Erfahrungsaustausch.

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Den Beitritt Dresdens fordert aktuell die SPD in einem neuen Antrag. Zudem soll das Rathaus endlich das 2006 zuletzt vorgestellte, aber dringend neu notwendige Zentrenkonzept aktualisieren.

Titelfoto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

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