Hunderte lauschen auf Picknickdecken: "Elbkarawane" begeistert Dresdner

Dresden - Die Musikwelt ist um ein lautstarkes Instrument reicher: Signalpfeifen historischer Schaufelraddampfer.

Musiker der Dresdner Sinfoniker stehen während des Konzerts "Elbkarawane" auf einem Schubverband vor der Kulisse der Dresdner Altstadt.
Musiker der Dresdner Sinfoniker stehen während des Konzerts "Elbkarawane" auf einem Schubverband vor der Kulisse der Dresdner Altstadt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Bei einem Konzert mitten auf der Elbe in Dresden haben diese am Samstagabend eine tragende Rolle gespielt. Für die Komposition "Vapora Fortis" ("Starke Dämpfe") von Andreas Gundlach mit den Dresdner Sinfonikern unter Leitung von Premil Petrović gab es vor der Altstadt-Kulisse viel Beifall.

Hunderte Fans, die am Ufer auf Picknickdecken lagerten oder auf Stühlen Platz nahmen, ließen sich die Chance auf das Spektakel nicht entgehen und wurden noch mit einer weiteren Uraufführung belohnt - dem Stück "Being" des Amerikaners Michael Torke.

Das Konzert, bei dem die Musiker auf einem Schubverband mitten in der Elbe agierten, war Höhepunkt des Programmes "Elbkarawane".

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Schon zuvor "stachen" Musiker in kleinen Formationen mit Booten in die Elbe und gaben an diversen Stellen am Flussufer kostenlose Konzerte.

Auch das Wetter spielte bestens mit.
Auch das Wetter spielte bestens mit.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Dresdner Sinfoniker wollen in Pandemie auf Publikum zugehen

Neugierige Dresdner lauschen den Klängen der Sinfoniker auf den Elbwiesen.
Neugierige Dresdner lauschen den Klängen der Sinfoniker auf den Elbwiesen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

"Mit der 'Elbkarawane' wollen die Dresdner Sinfoniker in diesem von der Pandemie geprägten Jahr auf ihr Publikum zugehen. So intensiv wie bei wenigen Projekten zuvor", hatte Intendant Markus Rindt die Musikfreunde eingeladen. Am Ende spielte auch das Wetter bestens mit.

Gundlach hatte sein etwa 15-minütiges Werk als "Concerto Grosso für fünf Schaufelraddampfer und Orchester" untertitelt.

Neben Bläsern, Schlagwerk, Klavieren und Streichern traten die dröhnenden Pfeifen in verschiedenen Tonlagen solistisch in Erscheinung. Mitunter korrespondierten sie mit einzelnen Instrumenten oder dem ganzen Orchester, manchmal auch nur untereinander.

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"Genauso wie die Schiffe selbst sind ihre alten Dampfpfeifen einmalige Charaktere, haben unterschiedliche Stimmungen und können differenzierte Töne von unglaublicher Lautstärke produzieren", hatte Rindt vorab geäußert.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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