Liederabend mit "Horror und Sex": Dresdner Staatsoperette macht DDR lebendig

Dresden - Oft war die Dresdner Staatsoperette in DDR-Zeiten Uraufführungsort für "heiteres Musiktheater" im real existierenden Sozialismus. Mit dem DDR-Liederabend "Ein bisschen Horror und ein bisschen Sex" blickt das Haus am heutigen Montag auf 75 Jahre eigener Geschichte zurück.

Vor Trabi-Modell: Silke Richter singt den Titelsong des DDR-Liederabends.
Vor Trabi-Modell: Silke Richter singt den Titelsong des DDR-Liederabends.  © Esra Rotthoff/Screenshot/Staatsoperette Dresden via YouTube.com

Der Titel des Specials klingt reißerisch und ist doch "nur" ein Song aus Gerd Natschinskis Klassiker "Mein Freund Bunbury".

Dieses Stück zählt - neben "Messeschlager Gisela" etwa und weiteren vergessenen Operettenliedern und Chansons von Komponisten wie Herbert Kawan, Guido Masanetz und Conny Odd - zum Kern der Operetten-Szene der DDR, für das die Staatsoperette seit den 50er-Jahren eine wichtige künstlerische Heimat war.

Zusammen mit Songs ehemals benachbarter "Volksrepubliken" begibt man sich auf musikalische Spurensuche und präsentiert teils verschollene Klassiker, die die DDR-Operettenszene provokant, feministisch und antikapitalistisch zeigen.

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Unter Leitung von Holger Miersch (54) singen Silke Fröde, Dimitra Kalaitzki, Silke Richter, Christian Grygas und Marcus Liske.

Beginn: 19.30 Uhr; Resttickets zwischen 8,50 und 24 Euro.

Titelfoto: Esra Rotthoff/Screenshot/Staatsoperette Dresden via YouTube.com

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