10 Stellen frei! Dresdner Abschiebeknast findet keine Mitarbeiter

Dresden - Dauerzustand Personalsuche: Die Landesdirektion hat mehrere Stellen für den Abschiebeknast und den Ausreisegewahrsam des Freistaates in Dresden ausgeschrieben.

Der Abschiebeknast an der Hamburger Straße in Dresden.
Der Abschiebeknast an der Hamburger Straße in Dresden.  © Norbert Neumann

"Es ist geplant, zehn vakante Stellen im Bereich der Tarifbeschäftigten zu besetzen", heißt es aus der Direktion.

Bedarf bestehe, da ein Teil der bisher eingesetzten Kollegen eine beamtenrechtliche Laufbahnausbildung begonnen hat. Die neuen Stellen sind für zwei Jahre befristet, zuständig ist die Abteilung Asyl und Ausländerrecht.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit stehen Bewachungsaufgaben, darunter Zugangskontrollen, Durchsuchungen und Besucherkontrolle. Erwartet werden unter anderem "Durchsetzungsvermögen", "Verhandlungsgeschick" sowie "ein sicheres und besonnenes Auftreten in Konfliktsituationen".

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In Abschiebehaft kommt (maximal sechs Wochen), wer trotz Titel das Land nicht freiwillig verlässt oder wenn Fluchtgefahr droht. In den Gewahrsam kommen abgelehnte Asylbewerber maximal zehn Tage. Ziel: Sicherstellung der Abschiebung.

Bislang sind in beiden Einrichtungen 52 Mitarbeiter beschäftigt. Personalsuche ist eng mit der noch jungen Knastgeschichte verbunden: Weil die Bewerberlage schon vor der Eröffnung Ende 2018 mau war, wurden sogar pensionierte JVA-Beamte angeschrieben.

Titelfoto: Norbert Neumann

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