Dresden beschließt: Abwasser, Stadtreinigung und Müll werden teurer!

Dresden - 2021 erwartet die Dresdner satte Preiserhöhungen. Die ersten wurden am Donnerstag vom Stadtrat beschlossen.

Die Straßenreinigung wird mehr als 20 Prozent teurer. Auch für die Entsorgung des Mülls müssen die Dresdner tiefer in die Tasche greifen.
Die Straßenreinigung wird mehr als 20 Prozent teurer. Auch für die Entsorgung des Mülls müssen die Dresdner tiefer in die Tasche greifen.  © Bildmontage/ Eric Muench & Thomas Tuerpe

Neues Jahr, neue Preise. Dresden dreht beim Müll, dem Abwasser, der Straßenreinigung und der Nutzung der Rettungsdienste an der Preisschraube - und das nicht nach unten. Das hat der Stadtrat am Donnerstag beschlossen.

Der Grundbetrag und die Gebühren für die Entsorgung von Rest- und Biomüll steigen demnach im Schnitt um 5,4 Prozent. Als Grund nennt das Rathaus stark gestiegene Kosten bei der Verwertung der Restabfälle.

Die Schmutzwassergebühr steigt um 8,8 Prozent auf 1,97 Euro pro Kubikmeter. Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 30 Kubikmetern sind das jährlich 4,80 Euro mehr. Bei einem Vierpersonenhaushalt steigen die jährlichen Kosten damit um mehr als 19 Euro.

Mit der Gebühr liege Dresden damit bundesweit im guten Mittelfeld, heißt es im Beschluss. Die prozentual größte Kostensteigerung steht den Dresdnern bei der Straßenreinigung bevor.

Dort erhöhen sich die Gebühren für die Fahrbahnreinigung um 20,1 Prozent und die für Fußwege rund 3,8 Prozent.

Wer in einem Einfamilienhaus wohnt, das 50 Meter an einer Straße anliegt, die wöchentlich gereinigt wird, zahlt jährlich 17 Euro mehr.

Weitere Gebührenerhöhungen wahrscheinlich

Laut Veit Böhm (55, CDU) sind gestiegene Kosten die Ursache für die Gebührenerhöhung.
Laut Veit Böhm (55, CDU) sind gestiegene Kosten die Ursache für die Gebührenerhöhung.  © Bildmontage/Steffen Füssel & Holm Helis

"Die Gebührenerhöhung hat nichts damit zu tun, dass wir die Gebühren schlecht kalkulieren oder zu viel für Personal und Technik zahlen", stellt Veit Böhm (55, CDU) klar.

Stattdessen seien die Entsorgungskosten unheimlich gestiegen. "Die Kosten müssen wir leider weitergeben", so Böhm.

Die nun beschlossenen Gebührenerhöhungen werden wohl nicht die letzten bleiben. In den laufenden Haushaltsverhandlungen geht es noch um die Kita-Gebühren und die Erhöhung der Parkgebühren.

Der große Preishammer aus dem Rathaus, der 12 Millionen Euro pro Jahr mehr in die Stadtkasse spülen sollte (TAG24 berichtete), wird zwar anscheinend nicht zuschlagen, teurer wird es für Dresdens Autofahrer aber in jedem Fall.

Titelfoto: Bildmontage/ Eric Muench & Thomas Tuerpe

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