Modernes Jugendzentrum: Trinitatiskirche bekommt ein Dach

Dresden - Im Krieg zerstört, zum Frieden mahnend: Seit 1945 ist die Johannstädter Trinitatiskirche eine Ruine. Jetzt bekommt sie eine neue Zukunft: In den Mauern entsteht ein modernes Jugendzentrum.

Leen Fritz (34) wird die Pfarrerin in der neuen Jugendkirche.
Leen Fritz (34) wird die Pfarrerin in der neuen Jugendkirche.  © Thomas Türpe

Schon seit Juni 2018 steht fest, wie die neue Dresdner Jugendkirche aussehen soll.

Nun waren Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) und Staatsminister Martin Dulig (45, SPD) zu Besuch, um sich über das Konzept zu informieren.

"Es ist eine Verbindung aus Alt und Neu. Das neue Zentrum soll mit der alten Bausubstanz nicht in Konkurrenz treten", so die Architektin Paula Koppisch (35).

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Neben Büros für die evangelische Jugendarbeit und einem "Raum der Stille", in dem niemand reden darf, entsteht ein multifunktionaler Veranstaltungsraum mit einer großen Glaskuppel.

Sie soll, im Gegensatz zu den restlichen Gebäudeteilen, über die Mauern der Kirchenruine hinausragen. "Wir wollen die alte Ruine zum Leuchten bringen", schwärmt die gebürtige Dresdnerin Koppisch.

Im Juni 2019 hatte der Stadtrat einstimmig einer Förderung des 6 Millionen Euro teuren Projekts zugestimmt. Der Stadt war es besonders wichtig, dass die Kirche für junge Menschen aller Konfessionen offen ist und damit einen Beitrag zur Jugendförderung leistet. Kretschmer und Dulig betonten beide: "Für uns ist dieser Ort ein Herzensprojekt."

Der große Veranstaltungsraum ist das Herzstück der Kirche und gleichzeitig Ort für Begegnungen und Gottesdienste.
Der große Veranstaltungsraum ist das Herzstück der Kirche und gleichzeitig Ort für Begegnungen und Gottesdienste.  © Visualisierung EkiD
Architektin Paula Koppisch (34) stellt Michael Kretschmer (44, CDU) und Martin Dulig (45, SPD) ihren Entwurf vor.
Architektin Paula Koppisch (34) stellt Michael Kretschmer (44, CDU) und Martin Dulig (45, SPD) ihren Entwurf vor.  © Thomas Türpe

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