Dresdner komponiert für "Alice im Wunderland": Die Musik fürs neue Stück entsteht im Homeoffice

Dresden - Bevor "Alice im Wunderland" Verrücktes erlebt, muss erst einmal Andreas Goldmann (56) ins Wunderland der Musik abtauchen. Denn der Dresdner komponiert die Titel für das neue Sommertheaterstück der Comödie auf Schloss Übigau: "Alice im Wunderland" soll am 11. Juni unter freiem Himmel und vor fantastischer Schlosskulisse Premiere feiern.

Andreas Goldmann (56) ist beim Komponieren am Klavier von seinen eigenen Bildern umgeben.
Andreas Goldmann (56) ist beim Komponieren am Klavier von seinen eigenen Bildern umgeben.  © Petra Hornig

Mit 15 Songs und zehn Instrumentalstücken verleiht "Goldi" der Inszenierung musikalischen Klang. "Seit sechs Wochen sitze ich an der Musik, die Texte schreibt Bert Callenbach."

Letzterer ist den Dresdnern als Pate der "Mafia Mia"-Dinnershows bestens bekannt. "Gewöhnlich fange ich mit dem Finalsong an und arbeite mich dann rückwärts durch das Stück", lacht Goldi.

Im Homeoffice in Medingen komponiert der Musiker, der in den 80er-Jahren als Sänger und Synthesizer-Spieler der Gruppe Lotos durch die Republik tourte - als "Depeche Mode" des Ostens.

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"Sind die Songs fertig, singe und spiele ich sie als Demo ein, damit die Schauspieler sie einstudieren können. Denn nicht jeder ist notensicher."

Goldi wird im Stück selbst zwei Rollen übernehmen: "Ich spiele das Kaninchen und den Fasel-Hasen der verrückten Teegesellschaft."

Ende des Monats müssen die Lieder fertig sein, im Mai sollen die Proben beginnen.

Das Frauenbildnis vor goldenem Hintergrund steht gerade auf der Arbeitsstaffelei von Andreas Goldmann (56).
Das Frauenbildnis vor goldenem Hintergrund steht gerade auf der Arbeitsstaffelei von Andreas Goldmann (56).  © Petra Hornig
Schloss Übigau verwandelt sich im Sommer zum dritten Mal in ein Open-Air-Theater. Über 15.000 Zuschauer werden erwartet.
Schloss Übigau verwandelt sich im Sommer zum dritten Mal in ein Open-Air-Theater. Über 15.000 Zuschauer werden erwartet.  © Petra Hornig

Die Inspiration kommt beim Malen oder Kochen

Falls der Musenkuss mal auf sich warten lässt, frönt Goldi zwischendurch seinen anderen Hobbys. "Schon als Kind habe ich in der Schule viel gemalt. Ich war im Zeichenzirkel und im Linolschnitt-Kurs. Vor drei Jahren habe ich mir dann wieder Farben, Leinwand und Papier zugelegt", zeigt Goldi auf die Ausbeute.

Überall in seiner Wohnung hängen seine Kunstwerke: Landschaften, Stillleben, aber auch abstrakte Arbeiten (mehr dazu unter goldroth-paintings.com). "Ich suche wie in der Musik nach meiner eigenen Handschrift."

Und wenn das Malen ihn nicht inspiriert, kann sich Goldi im eigenen Weinberg abrackern oder er kocht was Leckeres für sich und seine Frau Annett ...

Titelfoto: Montage: Petra Hornig (2)

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