Hochwassergefahr oder neuer Schneefall? So soll jetzt das Wetter in Sachsen werden!

Dresden - Unwetterwarnung, Regen und Temperaturen über dem Gefrierpunkt - im Süden und Westen Deutschlands ist der knackig kalte Winter vorerst vorbei. Es droht in einigen Lagen sogar eine markante Hochwasserlage, weil die Schneedecke in den kommenden Tagen rasant schmilzt. Rollt das Hochwasser auch auf Sachsen zu?

Momentan gibt's keinen Grund zur Sorge: In Sachsen steigen die Pegelstände (noch) nicht dramatisch.
Momentan gibt's keinen Grund zur Sorge: In Sachsen steigen die Pegelstände (noch) nicht dramatisch.  © Norbert Neumann

Ganz so dramatisch wie in anderen Teilen der Republik wird es in hiesigen Regionen nicht werden. "Wir beobachten die aktuelle Lage natürlich permanent", sagt Kristina Rieth (44) vom Landeshochwasserzentrum Sachsen.

"Aber derzeit ist nicht mit einer Hochwasserlage in Sachsen zu rechnen. Die zu erwartenden Regenmengen sind nicht so massiv, um eine solche Lage auszulösen."

Am ehesten sei noch im Vogtland mit steigenden Pegelständen und stellenweise lokalen Ausuferungen zu rechnen. "Auch hier beobachten wir die Lage."

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Die Vorhersage für die nächsten Tagen lässt aufatmen. "Die Luftmassengrenze verläuft von West nach Südost und liegt derzeit genau über Mitteldeutschland", sagt Jens Oehmichen (52) vom Deutschen Wetterdienst.

"Es ist stellenweise zwar mit bis zu 20 Liter Niederschlag pro Tag zu rechnen, allerdings kommt dieser in Sachsen verstärkt als Schnee herunter."

Gibt es Hoffnung auf neue Schneefälle?

Die Temperaturen schwanken, für durchgängiges Tauwetter ist es aber generell noch zu frisch.
Die Temperaturen schwanken, für durchgängiges Tauwetter ist es aber generell noch zu frisch.  © imago images/Bernd März

Die Temperaturen sprechen nicht für Tauwetter.

"Es gibt ein ziemliches Auf und Ab bis zum Wochenende", so Oehmichen. "In der Nacht zu Samstag gibt es gebietsweise fünf Grad plus, Samstag sind wir dann schon wieder bei null Grad und in der Nacht zu Sonntag könnten wir in Dresden vielleicht sogar den Kälterekord für diese Wintersaison knacken, da sind nämlich bis zu minus zehn Grad drin."

Und der Wetterexperte lässt sogar noch auf Schnee im Flachland hoffen.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, imago images/Bernd März

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