Für Ferienkinder ärgerlich, fürs Grundwasser gut: Regenreichster Sommer seit 34 Jahren

Dresden - So einen verregneten Sommer gab es lange nicht! Was viele bereits vermutet haben, wird nun von offizieller Stelle bestätigt.

Der Sommer war in Dresden sehr verregnet. Die Außengastronomie litt darunter.
Der Sommer war in Dresden sehr verregnet. Die Außengastronomie litt darunter.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

So geht aus dem Witterungsbericht des städtischen Umweltamtes hervor, dass der Sommer in Dresden mit einem Gesamtniederschlag von 360 Millimetern der zweitregenreichste seit 1961 war. Nur 1987 war es mit 373 Millimetern noch etwas nasser.

Besonders feucht war es im Juni. Mit 128 Millimetern regnete es doppelt so viel wie in den vergangenen 30 Jahren. In einer Nacht fielen in Cossebaude in kürzester Zeit 68 Liter pro Quadratmeter vom Himmel.

Auch Juli und August waren durchwachsen. Im Juli regnete es im Vergleich zum Klimamittel (1991 bis 2020) 52 Prozent mehr, im August waren es 30 Prozent mehr.

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Was für Dresdens Sonnenanbeter und die Ferienkinder ärgerlich war, hatte aber auch sein Gutes. So hat sich durch den vielen Regen die Gewässersituation entspannt, Grundwasserstände sind angestiegen. Die Auswirkungen der Trockenheit der vergangenen drei Jahre sind laut Umweltamt aber noch nicht überwunden.

"Nach wie vor gibt es in Dresden Bäche und Teiche, die kein Wasser führen, und die tieferen Bodenschichten sind nach wie vor zu trocken", heißt es in dem Bericht.

Was die Temperaturen betrifft, liegt der diesjährige Sommer mit einem Durchschnitt von knapp 19 Grad immer noch im oberen Drittel der warmen Sommer.

Zum Vergleich: Das Temperaturmittel der Sommer von 1991 bis 2020 beträgt 18,6 Grad.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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