Hitze hat Sachsen fest im Griff: Heute bis zu 39 Grad im Freistaat?

Dresden - In Sachsen ist es heiß. Nicht nur die Menschen schwitzen bei Sonne pur, auch die Tiere im Zoo suchen sich eine Abkühlung im Wasser oder im Schatten. Doch der Höhepunkt steht dem Freistaat noch bevor.

Eine Frau kühlt sich am Dresdner Albertplatz am Brunnen "Stürmische Wogen" ab.
Eine Frau kühlt sich am Dresdner Albertplatz am Brunnen "Stürmische Wogen" ab.  © DPA/Robert Michael

Die angekündigte Hitze ist in Sachsen angekommen. Am Dienstag wurden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) verbreitet Temperaturen über 30 Grad gemessen. Am Mittwoch soll es noch heißer werden. Dann könnten sogar Rekordwerte erreicht werden. Auch die Waldbrandgefahr im Land steigt.

Hitze: Bereits am Dienstagnachmittag verzeichnete der DWD in Dresden-Hosterwitz 34,8 Grad. "Und es geht immer noch munter bergauf", sagte ein DWD-Meteorologe.

Am Fichtelberg im Erzgebirge wurde hingegen die zunächst niedrigste Temperatur von 25 Grad gemessen. Die Höchsttemperaturen sollten aber erst am späteren Nachmittag feststehen.

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Am Mittwoch sollen die Höchstwerte auf bis zu 39 Grad klettern. Vereinzelt könne es ersten Prognosen zufolge im Leipziger Raum sogar bis zu 40 Grad heiß werden. Das wäre ein Rekord für Sachsen, sagte der Meteorologe.

Waldbrandgefahr: Wegen der anhaltenden Trockenheit und der Hitze warnte der DWD weiter vor Waldbränden. Laut Angaben des Wetterdienstes und des Staatsbetriebs Sachsenforst galt am Dienstag im Landkreis Nordsachsen und in Teilen von Meißen, Bautzen und Görlitz die höchste Gefahrenstufe 5.

Am Mittwoch verschärft sich die Situation demnach: Dann gibt es in allen Landkreisen eine sehr hohe oder hohe Gefahr. Im Landkreis Meißen war es bei Thiendorf auf ungefähr 4500 Quadratmetern am Dienstag schon zu einem Waldbrand gekommen.

Baden in sächsischen Seen teils gefährlich

Auf der Elster in Leipzig genossen die ersten am Dienstag ihren Paddel-Ausflug.
Auf der Elster in Leipzig genossen die ersten am Dienstag ihren Paddel-Ausflug.  © dpa/Sebastian Willnow

Zootiere: Bei der Hitze freuten sich viele Tiere in den Zoos auf eine willkommene Abkühlung - zum Beispiel die Elefanten in Dresden. Sie konnten laut Zooangaben ein kühles Bad nehmen oder sich im feuchten Lehm suhlen, um ihre Haut vor der Hitze zu schützen.

In den Zoos in Dresden, Leipzig und Hoyerswerda sorgten Eisbomben aus Früchten, Fisch oder Fleisch für Abwechslung und eine kleine Erfrischung. Viele Tiere suchten sich bei der prallen Sonne ein schattiges Plätzchen.

Stauseen und Baden: Wegen einer starken Entwicklung von Blaualgen rät das Gesundheitsamt derzeit davon ab, in der Talsperre Bautzen zu baden. Das Gewässer werde engmaschig überwacht, teilte eine Sprecherin mit. Trotz der Sommerhitze seien generell aber bislang wenig Blaualgen an den sächsischen Stauseen aufgetaucht, erklärte eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung (LTV).

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Einen erhöhten Anteil an Blaualgen gebe es neben der Talsperre Bautzen momentan etwa am Horstsee, Döllnitzsee und dem Göttwitzsee.

Bei Blaualgen handelt es sich um sogenannte Cyanobakterien, die im Laufe des Jahres in allen Oberflächengewässern vorhanden sind. Problematisch wird es, wenn sie sich massenhaft vermehren. Bei hohen Temperaturen und viel Sonne könne sich die Entwicklung von Blaualgen bis September noch einmal verstärken.

Freibäder: Wer sich abkühlen wollte, konnte den Freibädern in Sachsen einen Besuch abstatten. Trotz der Hitze verlängerten die Bäder in Leipzig die Öffnungszeiten aber nicht, wie eine Sprecherin der Leipziger Wasserwerke mitteilte: Die meisten hätten zwischen 10 und 20 Uhr auf.

Bei den neun Freibädern in Dresden dürften die jeweiligen Leiter entscheiden, ob sie die Öffnungszeiten verlängern wollen, betonte ein Sprecher der Dresdner Bäder.

Titelfoto: Montage: dpa/Sebastian Willnow, dpa/Robert Michael

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