Mit Hightech gegen Hitzestau: So stemmt sich Dresden gegen den Klimawandel

Dresden - Dresden baut sich weiter zu. Das hat Folgen für so manches Wohnquartier. Dort klettert die Quecksilbersäule oft in Temperaturbereiche, die anderswo im Stadtgebiet nicht erreicht werden. Mithilfe Künstlicher Intelligenz wollen Forscher "Hitzeinseln" auf die Spur kommen und Gegenmaßnahmen einleiten.

Wie in der Münzgasse staut sich an heißen Sommertagen die Wärme. Ein Grund dafür: die enge Bebauung.
Wie in der Münzgasse staut sich an heißen Sommertagen die Wärme. Ein Grund dafür: die enge Bebauung.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Dazu wurde das Pilotvorhaben "KLIPS" ins Leben gerufen. Ab 2023 sollen rund 300 Sensoren Temperaturschwankungen in der Stadt erfassen. Mit den Daten füttern die Projektbeteiligten eine Online-Plattform.

Hinzu kommen Satelliten-, Kataster- sowie Wetter- und Klimainformationen. Laut Stadtverwaltung lassen sich Hitzeinseln so nicht nur in Echtzeit lokalisieren, sondern sogar vorhersagen. Der Bund machte dafür Fördergelder in Höhe von 2,3 Millionen Euro locker.

Umweltamtsleiter Wolfgang Socher (64): "Die gewonnenen Erkenntnisse sollen bei der Planung von Quartieren Anwendung finden."

Die Rede ist von zu begrünenden Dächern und Fassaden, Rasen statt Betonflächen oder zu pflanzenden Baumgruppen - all das kühlt.

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