Dresdens neue E-Experten: Jetzt macht die VW-Manufaktur Schule

Dresden - Jedes vierte neu zugelassene Auto in Deutschland hat einen Stecker. Das macht sich auch bei den Touristen bemerkbar, die Dresden besuchen. Schließlich reist die Mehrheit der Kurzurlauber im eigenen Pkw an. Damit die nach ihrer Ankunft nicht lange nach einer geeigneten Ladesäule suchen müssen, haben Branchenverband DEHOGA und Volkswagen ein Pilotprojekt gestartet.

DEHOGA-Chef Axel Klein (52, l.) lässt sich von VW-Mitarbeiter Jonas Wetzel (34) die Technik erklären.
DEHOGA-Chef Axel Klein (52, l.) lässt sich von VW-Mitarbeiter Jonas Wetzel (34) die Technik erklären.  © Thomas Türpe

In dem sollen Mitarbeiter der Hotel- und Gaststättenbranche in der Gläsernen Manufaktur geschult werden und sich Wissen zur Technologie und Lademöglichkeiten aneignen. Am Ende bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat als "E-Experte".

"Das ist bundesweit einmalig", sagt DEHOGA-Chef Axel Klein (52).

Er betont: "Die Ladesäule allein ist es nicht, es braucht auch geschulte Mitarbeiter."

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Die sollen nicht nur Informationen zu Ladesäulen geben können, sondern auch zu Anbietern von E-Bikes, E-Scootern oder öffentlichem Nahverkehr.

OB Dirk Hilbert (50, FDP), der selbst seit fünf Jahren elektrisch unterwegs ist, sieht "einen durchaus charmanten Wettbewerbsvorteil, wenn der Service nachhaltig informiert ist und dem Hotelgast alle relevanten Fakten zur E-Mobilität vor Ort bieten kann".

Auch Dresdens Marketing-Chefin Corinne Miseer (45) sagt: "Elektromobilität ist mittlerweile ein wichtiger Wettbewerbsfaktor im Tourismus. Deshalb machen wir uns dafür stark, dass unsere Gäste die notwendige Infrastruktur vorfinden."

Die erste Schulung, die am Donnerstag stattfindet und pro Teilnehmer 200 Euro kostet, ist bereits ausgebucht.

Titelfoto: Thomas Türpe

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