Knallhart-Entscheidung: Stadtrat lehnt Zuschuss für Weihnachtsmärkte ab

Dresden - Soll Dresden trotz Corona-Pandemie an den Weihnachtsmärkten festhalten?

Der Striezelmarkt wird 2020 mit 600.000 Euro gestützt. Um die Zukunft der kleineren Märkte wurde am Dienstag gestritten.
Der Striezelmarkt wird 2020 mit 600.000 Euro gestützt. Um die Zukunft der kleineren Märkte wurde am Dienstag gestritten.  © Steffen Füssel

Und zudem einen 400.000 Euro schweren Zuschuss für die kleineren Weihnachtsmärkte beschließen? Dienstag fiel im Rat eine folgenschwere Entscheidung.

Sven-Erik Hitzer (58), Betreiber des Advents auf dem Neumarkt: 

"Das Budget ist eine Höchstmarke. Wenn die Märkte ausfallen, zahlt die Stadt gar nicht. Unseren Versuch zumindest zu ermöglichen, ist auch eine Frage des Respekts den kleinen Marktbetreibern gegenüber."

SPD-Rat Richard Kaniewski (35) kritisierte die "Weihnachtsmarkt-Obsession" von OB Dirk Hilbert (49, FDP): "Die Märkte sind nicht realistisch. Die Verwaltung muss den Arsch in der Hose haben und absagen." 

Steffen Kaden (49, CDU): "Absagen wäre für alle bequem, doch wir gehen den schwierigeren Weg, wollen die Märkte ermöglichen." 

Laut Finanzbürgermeister Peter Lames (56, SPD) werden zumindest keine Vertragsstrafen oder Abgaben für die Betreiber fällig, falls die Märkte wegen Corona nicht stattfinden können.

Mit knapper Mehrheit wurde der Zuschuss mit den Stimmen von Linken, Grünen und SPD abgelehnt. Was dies konkret bedeutet, ist noch offen. 

Die Marktbetreiber hatten im Vorfeld deutlich gemacht, dass ohne Hilfe keine wirtschaftlichen Märkte möglich sind. 

Titelfoto: Steffen Füssel

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