Formel 1 ohne Corona-Fälle: Diese Dresdner machen es möglich

Dresden/Spa - Es waren lange vier Wochen für Fans der Formel 1. Doch nun ist die Sommerpause zu Ende und dieses Wochenende wird wieder im belgischen Spa gefahren. Damit es so wenig Corona-Infektionen wie möglich gibt, sind 50 Dresdner vor Ort und testen die bis zu 60.000 Zuschauer an der Rennstrecke.

Unter anderem diese vier Mitarbeiter von Confidentia machen sich auf den Weg ins belgische Spa, um die Formel-1-Fans auf Corona zu testen.
Unter anderem diese vier Mitarbeiter von Confidentia machen sich auf den Weg ins belgische Spa, um die Formel-1-Fans auf Corona zu testen.  © PR/Confidentia Trading

Live von den Tribünen und Wiesen entlang der Strecke in Spa zugucken dürfen Besucher, die die 3G-Regeln einhalten, also bereits geimpft oder genesen sind oder negativ getestet wurden.

Die Corona-Tests an den Zugängen der Rennstrecke wickeln mehr als 50 Angestellte des Dresdner Unternehmens Confidentia Trading ab. Wie die Firma TAG24 mitteilt, sorgt sie allein für ein sicheres Rennwochenende in Belgien. Andere Test-Anbieter seien nicht zugelassen.

Vorteil der Partnerschaft mit den Formel-1-Ausrichtern: Die Tests können auf einzigartige Weise schnell und unkompliziert durchgeführt und ausgewertet werden.

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So werden etwa nicht die Angaben der Besucher erfasst, sondern ihr individuelles und personalisiertes Ticket mit den Tests verknüpft. Am Einlass wird dann der Ticketcode gescannt und das Testergebnis direkt abgerufen.

Eine Manipulation ist so nicht möglich. Auch falsche Angaben der Getesteten werden vermieden. Die bis zu 60.000 Gäste müssen sich auch anschließend um nichts kümmern oder ein Test-Zertifikat aufheben.

Ermöglicht wird diese effektive Arbeitsweise durch die App "pass4all", die ebenfalls aus Dresden kommt. "Wir wissen um die Stärke des Systems, welches das Testergebnis mit den Buchungen verbindet. Dieses liegt, unter anderem neben der Benutzerfreundlichkeit, vor allem in der Schnelligkeit der Übertragung", erklärt Carsten Bentrup, der das Testgeschehen vor Ort verantwortet.

"So ist es uns möglich, die Ergebnisse innerhalb weniger Sekunden an den Veranstalter zu übermitteln."

Charles Leclerc rast über die Rennstrecke im belgischen Spa. (Archivbild)
Charles Leclerc rast über die Rennstrecke im belgischen Spa. (Archivbild)  © dpa/AP/Pool Getty/Lars Baron

"pass4all"-System in Zukunft noch öfter in Benutzung?

Das Ergebnis eines Corona-Schnelltests wird in der "pass4all"-App angezeigt.
Das Ergebnis eines Corona-Schnelltests wird in der "pass4all"-App angezeigt.  © DPA/Robert Michael

"pass4all"-Geschäftsführerin Kathleen Parma ist überzeugt, dass das Formel-1-Wochenende nun auch weitere Veranstalter von dem System überzeugt.

"Der Download einer App ist nicht nötig, da das Ergebnis seitens 'pass4all' an die Veranstalter gesendet wird und dieses mit dem Ticket 'gematcht' wird", sagt sie. Die Event-Macher haben so die Sicherheit, dass die Tests ordentlich durchgeführt und die Ergebnisse nicht gefälscht werden. Für die Gäste bedeutet es weniger Zettelwirtschaft und Einfachheit.

Der Besuch von Messen, Konzerten oder auch Fußballspielen könnte so auf unkomplizierte Art und Weise sicher umsetzbar sein.

Titelfoto: Montage: dpa/AP/Pool Getty/Lars Baron, PR/Confidentia Trading

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