Mobile Pflegerinnen: In ihrem Job fährt die Angst immer mit!

Dresden - Sieben Tage die Woche rollt das Pflegepersonal von Tür zu Tür. Es sind die Helden des Alltags, die bedürftige Menschen in ihrem Zuhause versorgen. Eine davon ist Ina Trautmann (39) von der K&S-Unternehmensgruppe aus der Dresdner Neustadt.

Guten Appetit! Mit Mundschutz und Handschuhen überreichen die Pflegerinnen der Rentnerin Helga Lachmann (80) ihr Mittagessen.
Guten Appetit! Mit Mundschutz und Handschuhen überreichen die Pflegerinnen der Rentnerin Helga Lachmann (80) ihr Mittagessen.  © Lutz Hentschel

Früh morgens beginnt Ina Trautmann ihre tägliche Tour. Im Corona-Krisengepäck: Mundschutz, Handschuhe, Desinfektionsmittel, aber auch Furcht.

"Die Angst fährt schon mit", gibt sie zu. "Wir schützen uns und unsere Patienten mit Atemmaske, Handschuhen und Desinfektion. Unsere Handschuhe wechseln wir mehrfach während eines Besuchs, um die Gefahr vor potenziellen Keimen auf ein Minimum zu reduzieren. Unsere Chefs sorgen auch immer für ausreichend Nachschub.“

Die Klienten selbst haben keine Angst, ihre Betreuerin hereinzulassen. "Sie sehen, dass wir Schutzmaßnahmen treffen und merken, dass sie sich sicher fühlen können." 

Trotzdem: Eine Garantie gibt es nicht. "Viele Infektionen laufen symptomfrei. Wir könnten trotzdem Träger sein", gibt die Pflegerin zu bedenken. 

"Ich fände es gut, wenn wir als Pflegepersonal regelmäßig getestet würden."

Ina Trautmann (39,l.) und Marnit Kawohl (40) vor ihrem Dienst- Smart. Die Fahrtzeiten zu ihren Klienten haben sich seit der Ausgangssperre deutlich verringert.
Ina Trautmann (39,l.) und Marnit Kawohl (40) vor ihrem Dienst- Smart. Die Fahrtzeiten zu ihren Klienten haben sich seit der Ausgangssperre deutlich verringert.  © Lutz Hentschel

Krisen-Interventions-Team kümmert sich um höchst möglichen Schutz

Die Fahrtzeiten zu den Klienten haben sich seit der Ausgangssperre deutlich verringert.
Die Fahrtzeiten zu den Klienten haben sich seit der Ausgangssperre deutlich verringert.  © Lutz Hentschel

Die Firma K&S hat mittlerweile sogar ein Krisen-Interventions-Team gebildet, das täglich über notwendige Sicherheitsmaßnahmen informiert. 

"Neuerdings wird bei jedem Besuch die Temperatur der Klienten gemessen", berichtet Ina Trautmann. 

Eine zeitintensive, aber notwendige Vorgehensweise, die auch Kollegin Marnit Kawohl (40) gern in Kauf nimmt: "Wir haben andere Probleme, als auf die Uhr zu gucken. Viele unsere Klienten sind zwischen 80 und 90 Jahre. Selbst ihre Kinder gehören schon zur Risikogruppe." 

Und weiter: "Deshalb übernehmen wir auch vermehrt Gänge zur Apotheke oder in den Supermarkt."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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