Neue Umfrage: Die meisten Dresdner sind für die Enteignung von Vermietern

Dresden - Schlechte Nachrichten für Vonovia und andere Vermieter! Auch in Dresden stoßen Ideen wie die Enteignung großer Wohnungsunternehmen und die Deckelung von Mieten anscheinend bei vielen Menschen auf große Zustimmung.

In einer Umfrage sprechen sich viele Dresdner dafür aus, Großvermieter wie Vonovia zu enteignen. (Symbolbild)
In einer Umfrage sprechen sich viele Dresdner dafür aus, Großvermieter wie Vonovia zu enteignen. (Symbolbild)  © Norbert Neumann

Das ist das Ergebnis der Umfrage "Dresden stellt die Mietenfrage" des Aktionsbündnisses "Mietenwahnsinn stoppen". Demnach fanden 97,5 Prozent der Befragten, dass die Stadt auf dem Wohnungsmarkt aktiver sein soll.

Fast genauso viele (knapp 96 Prozent) sind der Meinung, dass die Mieten für sechs Jahre eingefroren und überhöhte Mieten abgesenkt werden sollen.

Und fast 94 Prozent bejahten die Frage, ob große Immobilienunternehmen den Mietenden gehören sollten, was eine Enteignung bedeuten würde.

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Repräsentativ ist die Umfrage trotz mehr als 1000 Befragten zwar nicht, deutet aber an, wie groß die Unzufriedenheit beim Thema Wohnen ist. Denn die Mietpreise kennen auch in Dresden nur eine Richtung: nach oben.

Das zeigt auch die Antwort des Rathauses auf eine Anfrage von Linke-Stadtrat André Schollbach (42), der wissen wollte, wie sich die durchschnittliche Kaltmiete bei Wohnungen entwickelt hat, die nach 1990 gebaut wurden.

Ergebnis: Zwischen 2012 und 2020 ist die Bestandsmiete von 5,93 auf 7,80 Euro (+31,5 Prozent) und bei Neuvermietungen von 6,62 auf 9,50 Euro (+43,5 Prozent) gestiegen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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