Obwohl keiner kontrolliert hat: So viel haben Autofahrer trotzdem an Parkgebühren gelöhnt

Dresden - Mit Beginn der Corona-Krise ging auch ein großer Teil der Rathaus-Mitarbeiter ins Home-Office.

Am Terrassenufer parkten kaum Touristen, folglich konnte fast gar nichts in den Automaten landen.
Am Terrassenufer parkten kaum Touristen, folglich konnte fast gar nichts in den Automaten landen.  © Ove Landgraf

Die Verwaltung kaufte für knapp eine Million Euro hektisch IT-Technik und schaltete in den Notbetrieb. Städtische Parkplätze wurden nicht mehr nach Parksündern kontrolliert. Jetzt ist im Detail klar, was das gekostet hat.

Die gute Nachricht dabei: Ein kleiner Teil der Autofahrer zahlte die Parkgebühren, obwohl kaum Politessen im Stadtgebiet unterwegs waren - und diese nur grobe Verstöße (Parken vor Feuerwehreinfahrten) kontrollierten. 

Demnach wanderten statt 722.432 Euro (April 2019) zumindest noch 143.924 Euro in die kommunalen Parkscheinautomaten.

Lokal gab es dabei große Unterschiede. Die Stellflächen am Terrassenufer, an Reitbahnstraße und Schießgasse waren mit Einnahmen zwischen vier und zehn Prozent des Erwartbaren fast Totalausfälle. 

An der Reitbahnstraße fehlten die Besucher der Prager Straße, am Terrassenufer die Touristen. Die Flächen an der Schießgasse waren laut Stadt gut genutzt, nur gezahlt hat keiner.

Rund ums Uniklinikum zahlten viele Autofahrer ihre Gebühren, obwohl so gut wie nicht kontrolliert wurde.
Rund ums Uniklinikum zahlten viele Autofahrer ihre Gebühren, obwohl so gut wie nicht kontrolliert wurde.  © Ove Landgraf

Rund ums Rathaus lagen die Einnahmen bei 15 Prozent. Positive Ausnahme waren die Automaten am Uniklinikum (Fiedlerstraße, Pfotenhauerstraße). 

65 Prozent der erwartbaren Einnahmen wurden erzielt, obwohl niemand kontrollierte. Übrigens: Seit 4. Mai sind die Politessen wieder im gewohnten Umfang unterwegs. 

Titelfoto: Ove Landgraf

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