Weil Sonnenstrom boomt: Neue Maschinen für Solarwatt

Dresden - Der weltweite Ausbau grüner Energie macht sich auch in Dresden bemerkbar: Das Fotovoltaik-Unternehmen Solarwatt (500 Mitarbeiter) erweitert seinen Standort in Klotzsche. Donnerstag lieferten Schwertransporter neue Maschinen.

Schwerlasttransporter lieferten am Donnerstag die neuen Maschinen in Klotzsche ab.
Schwerlasttransporter lieferten am Donnerstag die neuen Maschinen in Klotzsche ab.  © Ove Landgraf

Die Fertigungsmaschinen wiegen insgesamt 250 Tonnen, kommen aus China. Elf Wochen waren sie mit dem Schiff unterwegs, kamen nun aus Bremerhaven, dann mittels Kran in eine Halle.

Darin geht eine neue Produktionslinie zur Herstellung von Solarmodulen an den Start. Damit will Solarwatt seine Kapazität auf 500 Megawatt verdoppeln.

Aktuell arbeiten rund 400 Mitarbeiter in Dresden (100 weitere am zweiten Standort in Hürth bei Köln). Bis 2025 sollen es 1000 Mitarbeiter werden.

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"Auch wenn wir Solarwatt zunehmend zu einer internationalen Marke entwickeln, stehen wir dennoch fest zum Standort Dresden. Dazu gehört auch der Aufbau neuer Arbeitsplätze", sagt Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus (55).

Das Unternehmen investiert bis 2023 über 100 Millionen Euro in die Weiterentwicklung, darunter 15 Millionen in die neue Linie. Im Spätsommer soll zudem eine neue Batteriespeicherproduktion eröffnen.

250 Tonnen Gesamtgewicht! Mit den Schwergewichten aus China wird die Produktion erweitert.
250 Tonnen Gesamtgewicht! Mit den Schwergewichten aus China wird die Produktion erweitert.  © Ove Landgraf

Die einst kriselnde Solar-Branche befindet sich seit der Klima-Krise stark im Aufwind. Erst vor wenigen Wochen eröffnete der Schweizer Solarkonzern Meyer Burger sein Werk in Freiberg, belebt damit den früheren Solarworld-Standort nach deren Pleite wieder.

Titelfoto: Ove Landgraf

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