Dresden zum Gruseln: Von Vampiren und Selbstmördern

Dresden - Gestorben wird immer! Das soll nicht pietätlos klingen - vielmehr ist es eine Einladung zum Lesen.

Autor Mario Sempf (51) gräbt schaurige Geschichten aus.
Autor Mario Sempf (51) gräbt schaurige Geschichten aus.  © Norbert Neumann

Denn am heutigen Montag erscheint im Buchhandel Band 4 der Reihe "Dresden zum Gruseln": "Vom Schmatzen der Toten" (48 Seiten, 5,95 Euro, Alwis Verlag). 

Autor Mario Sempf (51) hat dafür schauerliche Details recherchiert. Vergänglichkeit, Tod und Friedhöfe sind sein Metier.

In 33 dunklen Episoden berichtet er von 11.500 Pesttoten anno 1680 in Dresden. 

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Er erweckt den Geistlichen Matthias Ranft zu neuem Leben, der 1725 in seinem Traktat "Vom Kauen und Schmatzen der Toten in Gräbern" den Vampirismus untersuchte. 

Und er erinnert daran, dass die erste Feuerbestattung in Deutschland 1874 in Dresden stattfand. 

"Ich habe mir die dreckigsten Themen rausgesucht - von Ratten bis zum anatomischen Theater, in dem u.a. Selbstmörder zur Ausbildung von Chirurgen ausgenommen wurden. Das ist nichts für schwache Nerven. Denn es handelt sich nicht um Märchen oder Sagen, sondern um belegte Tatsachen", so Sempf. 

Den Gruselband Nr. 4 hat Alexander Stroh illustriert.
Den Gruselband Nr. 4 hat Alexander Stroh illustriert.  © PR/Alwis Verlag

Zwei Jahre hat er am Gruselband gearbeitet, der fünfte ist in Arbeit.

Titelfoto: Norbert Neumann

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