Dresdens neuer Haushalt: 140 Mio. Euro Schulden - und wer dafür sparen muss

Dresden - Obwohl Dresden für den neuen Doppelhaushalt 140 Millionen Euro Schulden aufnehmen will, soll dennoch eisern gespart werden.

So schön war's vor einem Jahr zur Dixieland-Parade. In Zukunft drohen dem Festival massive Kürzungen.
So schön war's vor einem Jahr zur Dixieland-Parade. In Zukunft drohen dem Festival massive Kürzungen.  © Holm Helis

Pauschal würden 12 Prozent aller Sachkosten wegfallen. Die Kultur trifft das besonders hart, weil dort "Sachkosten" oft Menschen sind.

"Während bei den kommunalen Einrichtungen Mieten, Betriebs- und Personalkosten von dieser Kürzung ausgeschlossen sind, bedeutet eine Kürzung der Sachkosten bei den freien Trägern eine generelle Reduzierung der Zuschüsse um 12 Prozent", warnt ein offener Brief des Netzwerkes Kultur.

Die Folge: "Entlassung von Personal als einzige Option". Betroffen wären alle freien Träger, Vereine, aber auch Institutionen wie das Dixieland-Festival.

Zur Debatte steht eine Summe von 600.000 Euro, die nicht mehr ausgezahlt würde. Die städtischen Einrichtungen würden auf etwa fünf Millionen Euro verzichten müssen.

Wahrscheinliche Folge: zum Beispiel weniger neue Inszenierungen in der Staatsoperette, weniger Geld für Dirigenten der Philharmonie, das "auf Eis legen" der Schulbibliotheken, weniger Veranstaltungen in der Stadtbibo."

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42).
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42).  © Eric Münch

Die Kultureinrichtungen sind bereit, ihren Beitrag zu leisten. Wenn es sein muss, auch mit weniger Geld. Das heißt aber auch, dass Angebote und Leistungen gekürzt werden müssten. Für viele Freiberufler und die lokale Wirtschaft, die von Aufträgen der Stadt leben, bedeutet dies weitere Einkommensverluste", so Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42, Linke).

Titelfoto: Holm Helis

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