Dresdens Soforthilfe für Kleinunternehmer ist ausgeschöpft: Die Ersten haben schon ihr Geld

Dresden - Die ersten 100 sind geschafft! Im Rathaus wurde das Wochenende durchgearbeitet und so konnten am Montag den ersten Kleinstunternehmern die je 1 000 Euro Soforthilfe ausgezahlt werden. Drei Bescheide übergab Amtsleiter Robert Franke (42) persönlich.

Auch Maßschuhmacher Alexander Preiß (50, r.) bekam den Bescheid vom Amtsleiter persönlich.
Auch Maßschuhmacher Alexander Preiß (50, r.) bekam den Bescheid vom Amtsleiter persönlich.  © Landeshauptstadt Dresden

Eine Station war der Blumenladen "Hechtblume" von Theresa (42) und Fabian Münzner (40), der seit dem 17. März geschlossen ist. 

"Vorgefertigte Waren wurden nicht verkauft und musste entsorgt werden", erzählen sie. Außerdem habe man für mehrere tausend Euro Osterware bekommen, auf der man nun sitzenbleibe. 

Auch Maßschuhmacher Alexander Preiß (50) spürt die Krise. "Zum Vermessen der Füße ist persönlicher Kontakt notwendig. Anproben über Probeschuhe, um die gefertigten Leisten zu überprüfen, sind eingeschränkt bis gar nicht mehr möglich. Damit können die Schuhe nicht gefertigt und die Aufträge nicht weiterbearbeitet werden", erzählt er. 

Bei Schmuckgestalterin Dorit Schubert (47) sorgt eine ausgefallene Messe in München für Umsatzeinbußen.

Wie ihnen geht es auch den anderen der über 5000 Kleinstunternehmer, die mittlerweile die Hilfe beantragt haben. "Das Budget von fünf Millionen Euro ist überschritten, aber der Zulauf ist weiter hoch", sagt Franke. Deshalb soll im Finanzausschuss nächste Woche noch einmal der gleiche Betrag zur Verfügung gestellt werden.

Damit das Geld schnell ankommt, soll das Bearbeiter-Team von derzeit 45 auf 60 Kollegen vergrößert werden. In zwei bis drei Tagen sollen so 400 Anträge täglich geschafft werden.

Theresa (42) und Fabian Münzner (40) haben von Robert Franke (42, l.) den Bescheid bekommen.
Theresa (42) und Fabian Münzner (40) haben von Robert Franke (42, l.) den Bescheid bekommen.  © Landeshauptstadt Dresden
Eduardo Palomba (32) vom Restaurant „la moka“ wartet noch auf seinen Bescheid.
Eduardo Palomba (32) vom Restaurant „la moka“ wartet noch auf seinen Bescheid.  © Landeshauptstadt Dresden

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Titelfoto: Landeshauptstadt Dresden

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