Dresdens Statistik im Corona-Jahr: Trauriger Toten-Rekord und viel weniger Babys

Dresden - Weniger Hochzeiten, weniger Kinder, wesentlich mehr Sterbefälle, vor allem im gerade vergangenen Dezember: Auch die sonst immer so positive Bilanz des Standesamtes ist 2020 von Corona geprägt.

Die Särge stapeln sich. Im Dezember 2020 starben fast doppelt so viele Menschen wie im Dezember 2019.
Die Särge stapeln sich. Im Dezember 2020 starben fast doppelt so viele Menschen wie im Dezember 2019.  © Sebastian Kahnert/dpa

Demnach gab es im Dezember 1020 in Dresden beurkundete Trauerfälle. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es noch 554.

Dieser schmerzliche Trend setzt sich im neuen Jahr laut Rathaus leider fort.

Auf das gesamte letzte Jahr bezogen wurden 6936 Sterbefälle registriert. Dieser Wert übertrifft das Vorjahr um 544 Fälle und stellt damit erneut einen negativen Rekord innerhalb der vergangenen 29 Jahre auf.

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Corona verhagelte auch die Ehe-Bilanz. 2020 wurden insgesamt 2071 (2019: 2 240) Ehen geschlossen, davon 62 (75) von Paaren gleichen Geschlechts.

Ein weiterer Grund für den Rückgang: Mehrere beliebte Hochzeits-Orte standen zeitweise nicht zur Verfügung.

Die Anzahl der beurkundeten Geburten war im vergangenen Jahr mit 7 822 (8 150) ebenfalls weiter rückläufig. 88 (155) Zwillingspärchen und einmal (2) Drillinge erblickten das Licht der Welt.

Emma, Mia und Emil sind die beliebtesten Vornamen

Bei den beliebtesten Vornamen lagen bei den Mädchen Emma und Mia (54) vorn, gefolgt von Charlotte und Ella (49) sowie Johanna (48).

Bei den Jungen rangiert auf Platz 1, wie in den Jahren 2018 und 2019, Emil mit 59. Danach folgen 54-mal Jonas und Oskar sowie 49-mal Arthur, Ben und Karl.

Spannend: Scheinbar vergessene Namen wie Tina, Nadine, Marleen, André, Falk und Maik tauchen wieder auf.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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